Die fünf größten Bahn-Probleme in NRW

Reisende auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof in Köln

Die fünf größten Bahn-Probleme in NRW

  • Gewinn der Deutschen Bahn schrumpft weiter
  • Fahrgastverband rügt Defizite in NRW
  • Probleme von Pünktlichkeit bis Baustellen

Die Deutsche Bahn kriselt - trotz steigender Fahrgastzahlen. 2019 werde der Gewinn auf gut 1,9 Milliarden Euro zurückgehen, teilte die DB am Donnerstag (28.03.2019) mit. Verspätungen, Personalprobleme, Modernisierungsstau - eine Übersicht der größten Baustellen und Aufregerthemen, wenn es um die Schiene in NRW geht:

1. (Un-)Pünktlichkeit

Ein ganz normaler Tag in Nordrhein-Westfalen. Man muss nicht lange suchen in den sozialen Medien nach Bahnkunden, die sauer sind wegen Verspätungen oder Zugausfällen:

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"Es klemmt eigentlich überall", sagt Detlef Neuß vom Fahrgastverband Pro Bahn. Nicht nur auf Nebenstrecken müssten Reisende mit Verspätungen leben - auch auf Hauptstrecken im Ruhrgebiet und Rheinland gebe es regelmäßig Probleme. Die Bahn nennt die Strecke Dortmund-Köln als "zentralen Engpass" im Fernverkehr bundesweit an erster Stelle.

Auf dem falschen Gleis: die Deutsche Bahn

WDR 5 Morgenecho - Interview 28.03.2019 06:12 Min. WDR 5

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Im zuletzt 2017 erschienen Qualitätsbericht des NRW-Verkehrsministerium zum Schienenpersonennahverkehr ist von einem "deutlichen Rückgang" der Pünktlichkeit die Rede. Laut dem Bericht waren nur 87 Prozent der Nahverkehrszüge in NRW pünktlich.

2. Baustellen

Ein Grund für Verspätungen ist die marode Infrastruktur. Um Defizite zu beheben, gab und gibt es viele Großbaustellen, die naturgemäß wiederum zu Ausfällen und Verspätungen führen. In NRW stehen 2019 unter anderem in Köln (in den Osterferien und im Juni wegen Weichenarbeiten) und im Ruhrgebiet (Sommerferien) Großbaustellen an.

3. Lokführer-Mangel

Laut Schätzungen fehlen bundesweit bis zu 1.000 Lokführer bei der Bahn. Die Bahn plant deshalb eine Joboffensive. Sie will Elektroniker, Lokführer, Fahrdienstleiter und IT-Experten einstellen.

4. RRX

Er ist seit vielen Jahren das Prestigeobjekt der Bahn in NRW: Der Rhein-Ruhr-Express soll im 15-Minuten-Takt Köln und Dortmund verbinden. Zwar fahren schon Züge im modernen RRX-Design, doch für den neuen Takt muss noch massiv gebaut werden. Und dabei gibt es immer wieder Proteste von Anwohnern und Verzögerungen. Wann der schnelle RRX wirklich am Start sein wird, erscheint völlig offen.

5. Bahnhöfe

Dreckige Bahnhöfe laden nicht gerade zum Zugfahren ein. Anfang März 2019 veröffentlichte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr dazu einen Bericht. Demnach hat sich der Zustand der 296 Bahnhöfe im VRR-Gebiet weiter verschlechtert. Im Vergleich zum Vorjahr seien viel mehr Stationen in einem schlechten Zustand: Graffiti und Müll wurden besonders oft kritisiert.

Stand: 28.03.2019, 12:51

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