Wer ist Bärbel Bas? Hintergrund zur Bundestagspräsidentin aus Duisburg

Bärbel Bas

Wer ist Bärbel Bas? Hintergrund zur Bundestagspräsidentin aus Duisburg

Die Duisburger Sozialdemokratin Bärbel Bas ist neue Präsidentin des Bundestags. Sie wurde von der SPD als stärkste Fraktion vorgeschlagen.

Seit kurz vor halb zwei ist es amtlich: Die Duisburger SPD-Politikerin Bärbel Bas ist neue Bundestagspräsidentin des 20. Deutschen Bundestages. Sie bekam insgesamt 576 Stimmen von den Abgeordneten. Damit löst sie den bisherigen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) ab. Bas ist die dritte Frau in der Geschichte der Bundesrepublik, die das Amt bekleidet.

Das Amt des Bundestagspräsidenten oder der Bundestagspräsidentin wird traditionell von der stärksten Fraktion besetzt - und das ist nach der Bundestagswahl die SPD. Vor allem sozialdemokratische Frauen hatten gefordert, das Amt mit einer Frau zu besetzen. Fraktionschef Rolf Mützenich, der vorher selbst im Gespräch war, hat dem Fraktionsvorstand die Idee vorgetragen. Der griff sie auf.

Am vergangenen Mittwoch stimmte der SPD-Fraktionsvorstand der Personalie zu. Die frühere Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz soll für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin kandidieren. Gewählt wird das neue Bundestagspräsidium in der konstituierenden Sitzung des Parlaments am Dienstag.

Vierte Legislaturperiode für Bas

Die gelernte Personalmanagerin aus Duisburg sitzt seit 2009 im Bundestag und befasst sich vor allem mit Sozial- und Gesundheitsthemen. Seit September 2019 ist Bas stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Bei der Bundestagswahl 2021 gewann Bas ihren Wahlkreis 115 Duisburg I mit 40,3 Prozent aller abgegebenen Erststimmen vor der CDU (Thomas Mahlberg) mit 20,7 Prozent und der Grünen-Kandidatin Lamya Kaddor mit 14,3 Prozent.

Im Oktober 1988 trat Bas in die SPD ein. Von 2004 bis 2018 war sie Mitglied im Regionalvorstand Niederrhein, von 2009 bis 2018 Mitglied im Sprecherkreis der RuhrSPD. Seit 2010 ist sie Vorsitzende des SPD-Landesparteirats in NRW.

Von der Hauptschule in den Bundestag

1984 schloss Bas die Hauptschule in Voerde mit der Fachoberschulreife ab. Es folgte ein Jahr auf der höheren Berufsfachschule für Technik in Dinslaken, bevor sie eine Ausbildung zur Bürogehilfin bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft begann. Bereits während ihrer Ausbildung engagierte sie sich als gewählte Jugend- und Auszubildendenvertreterin für bessere Ausbildungsbedingungen. Von 1994 bis 2002 war sie außerdem Mitglied im Rat der Stadt Duisburg und engagierte sich vorwiegend in der Jugend- und der Gesundheitspolitik.

Stand: 26.10.2021, 18:03

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen