Mehrere Badetote in NRW am Wochenende

Ein DLRG-Rettungsboot bei voller Fahrt.

Mehrere Badetote in NRW am Wochenende

Bei Badeunfällen sind am Wochenende in NRW erneut Menschen ums Leben gekommen.

Zur Abkühlung haben am Wochenende wieder viele Menschen den Sprung ins kühle Nass gewagt. Dabei kam es jedoch erneut zu Badeunfällen, einige davon mit tödlichem Ausgang.

Im Rhein in Köln-Rodenkirchen ist am Samstag eine 27-Jährige beim Baden tödlich verunglückt. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau beim Baden mitgerissen wurde und ertrank. Auch in Düsseldorf ist am Sonntag ein 18-Jähriger offenbar im Rhein ertrunken.

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Gefahren des Rheins

Die DLRG warnt davor, an ungesicherten Badestellen ins Wasser zu gehen. Im vergangenen Jahr sind 65 Menschen in NRW ertrunken - 46 von ihnen in Flüssen, Seen und Teichen. "Jedes Jahr warnen wir besonders vor dem Rhein", sagte DLRG-Sprecher Michael Grohe am Montag: "Aber viele sind unbelehrbar - sobald wir uns umdrehen, gehen sie wieder ins Wasser." Mehrere hundert ehrenamtliche DLRG-Helfer seien am Wochenende im Einsatz gewesen. Für die Arbeit am Ufer, im Boot und in den DLRG-Beobachtungstürmen bekämen sie kein Geld und oft obendrein Beschimpfungen von uneinsichtigen Badegästen, sagte Grohe.

Unfälle an Seen und Kanälen

Im Biggesee bei Attendorn hat ein 56-jähriger Mann am Sonntag offenbar beim Baden mit seiner Enkelin einen Herzstillstand erlitten. Außerdem wurde im Rhein-Herne-Kanal in Herne ein lebloser Mann geborgen, der an einer Schleuse untergegangen war.

In Hörstel war ein 17-Jähriger am Torfmoorsee zunächst als vermisst gemeldet worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Nach einer dreistündigen Suche wurde der Jugendliche tot aus dem See geborgen. Rund 30 Kilometer entfernt war am gleichen Abend ein 44-Jähriger im Bockholter See in Greven verschwunden. Bekannte hätten den Mann wenig später leblos im Wasser entdeckt, teilte die Polizei mit. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Ebenfalls am Samstagabend wurde nahe eines Stauwehrs ein 55-Jähriger tot aus der Werre geborgen, wie die Polizei Lippe mitteilte. Im Beyenburger Stausee nahe Wuppertal hat sich nach Polizeiangaben ein 28-Jähriger mit geistiger Behinderung bei einem Spaziergang mit einem Betreuer am Sonntagnachmittag völlig unvermittelt in den See gestürzt. Er konnte nicht schwimmen und sei untergegangen.

Stand: 10.08.2020, 13:52

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