Autobahnbrücke Rahmede wird gesprengt

02:30 Min. Verfügbar bis 07.02.2023

Autobahnbrücke Rahmede wird gesprengt

Stand: 07.02.2022, 15:58 Uhr

Die marode Autobahnbrücke bei Lüdenscheid auf der wichtigen Nord-Süd-Achse A45 wird gesprengt. Das gab Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Montag bekannt.

Die Erleichterung in Lüdenscheid ist groß. Denn eine Sprengung würde deutlich schneller gehen, als die Brücke Stück für Stück abzubauen. Dass eine Sprengung möglich ist, macht Hoffnungen auf einen beschleunigten Neubau.

Volker Wissing im Portrait

Volker Wissing, FDP

"Heute kam die Nachricht, dass die technischen Voraussetzungen für eine Sprengung der Talbrücke Rahmede vorliegen. Diese Chance zur Beschleunigung greifen wir für die Region auf", erklärte Wissing. So solle schnellstmöglich "eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur" zur Verfügung gestellt werden.

Aufwändigere Sprengung als in Rinsdorf

Die Talbrücke Rinsdorf fällt in sich zusammen.

Die Talbrücke Rinsdorf fällt in sich zusammen.

Allerdings sei die Sprengung der Talbrücke Rahmede weitaus anspruchsvoller als die Sprengung der Talbrücke Rinsdorf am Sonntag. Das geht aus der Machbarkeitsstudie hervor, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Bis die Brücke gesprengt werden kann, könne es ein halbes Jahr dauern, heißt es von der Autobahn GmbH. Am kommenden Donnerstag will der Verkehrsminister gemeinsam mit der Autobahn GmbH weitere Details bekannt geben.

Bürgermeister kritisiert Vorgehensweise

Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (SPD) freut sich über die Ankündigung, ist aber mit der Vorgehensweise des Ministeriums unzufrieden. "Ich bin Bürgermeister dieser Stadt und auch verantwortlich für die Menschen, die unter der Brücke leben, wohnen und arbeiten und ich weiß aus sehr sicherer Quelle, dass teilweise mit diesen Menschen noch nicht gesprochen worden ist."

Lüdenscheids Bürgermeister Wagemeyer kritisiert Kommunikation zur Sprengung der Rahmedetalbrücke

00:29 Min. Verfügbar bis 07.02.2023


Mit der Entscheidung für eine Sprengung statt eines Abbruchs könnte der geplante Neubau der Talbrücke deutlich beschleunigt werden. Frühestens in fünf Jahren könnte die neue Brücke fertig sein. Bisher war - unter anderem wegen mehreren Gebäuden im Bereich - unklar, ob eine Sprengung gefahrlos möglich ist.

Brücke darf nie mehr befahren werden

Seit dem 7. Januar steht fest, dass die gesperrte Rahmedetalbrücke nie mehr für den Verkehr freigegeben werden kann. Abriss und Neubau sollen nun schnellstmöglich vorangetrieben werden.

Aktuell ist ein Großteil des Fernverkehrs gezwungen, durch Lüdenscheid zu fahren - eine große Belastung für die Anwohner und Pendler.

Über dieses Thema berichtet der WDR in der Lokalzeit Südwestfalen am 7. Februar.

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