Ermittler werten Auto-Attacke als versuchten Mord

Polizeiauto.

Ermittler werten Auto-Attacke als versuchten Mord

  • Mann soll 30-Jährigen absichtlich umgefahren haben
  • Fahrer hatte keinen Führerschein und fast zwei Promille
  • Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen soll im Campingurlaub an der niedersächsischen Nordseeküste einen 30-Jährigen absichtlich mit einem Auto umgefahren haben. Nach der Attacke in Hooksiel im Kreis Friesland ermittelt die Polizei gegen den 23-Jährigen wegen versuchten Mordes und anderer Delikte. Eine Richterin habe gegen den Mann einen Untersuchungshaftbefehl erlassen, teilte die Polizei am Donnerstag (15.08.2019) mit.

Unter Auflagen kam der 23-Jährige vorerst wieder auf freien Fuß, er muss sich aber täglich bei der Polizei in seinem Heimatort zu melden. Woher genau aus NRW der junge Mann stammt, blieb zunächst unklar.

Wem gehört die Straße? Aggressionen im Verkehr Quarks 13.08.2019 44:43 Min. UT DGS Verfügbar bis 13.08.2024 WDR

Fahrer vom Tatort geflüchtet - Opfer kam ins Krankenhaus

Er wird verdächtigt, den 30-Jährigen - der ebenfalls aus NRW kommt - am Dienstag absichtlich umgefahren und verletzt zu haben. Der mutmaßliche Täter war nach der Attacke am Dienstag auf dem Parkplatz des Campingplatzes geflüchtet, ohne sich um den Schwerverletzten zu kümmern. Beide Männer waren Urlaubsgäste an der Nordsee. Der 30-Jährige kam in ein Krankenhaus, Lebensgefahr bestand nicht.

Der 23-Jährige wurde wenig später festgenommen und gab zu, das Auto gefahren zu haben, obwohl er keinen Führerschein besitzt und betrunken war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,88 Promille.

Stand: 15.08.2019, 19:54

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