Gezielte Prügeleien im Kölner Karneval

Sicherheitsbilanz: Rosenmontag in NRW 01:36 Min. Verfügbar bis 25.02.2021

Gezielte Prügeleien im Kölner Karneval

  • Neues Gewaltphänomen: bewusste Provokation
  • Mehrere Großeinsätze der Polizei in Köln
  • Massenschlägerei am Zülpicher Platz

Meist sind die Schläger nicht verkleidet, sie haben auch kein Interesse am Feiern. Sie halten gezielt Ausschau nach Karnevalisten, die viel Alkohol getrunken haben. Sie provozieren ihre Opfer und prügeln dann drauf los. Besonders betroffen ist das Kölner Studentenviertel. Dort musste die Polizei auch in dieser Nacht (24.02./25.02.2020) wieder einschreiten.

Wiederholte Unruhen

Genauso, wie an den Tagen zuvor. Am Karnevalssamstag (22.02.2020) etwa ging sie mit einem Großaufgebot gegen aggressive Jugendliche vor. Diese lieferten sich am beliebten Karnevalstreffpunkt Zülpicher Platz Schlägereien, mehrere Menschen wurden verletzt.

Laut Polizei sei die Stimmung aufgeheizt gewesen, die rund 350 Jugendlichen seien alkoholisiert und meist zwischen 16 und 18 Jahren alt gewesen. Sogar als die Polizei den Platz räumte, kam es immer wieder zu Schlägereien.

Schon am Freitagabend (21.02.2020) gab es am Zülpicher Platz Randale, 500 Jugendliche sollen involviert gewesen sein. Ein Unbekannter warf eine Glasflasche und verfehlte nur knapp den Kopf einer Polizistin, ein 16-jähriger trat auf einen Polizeihund ein.

Neues Phänomen

Die Polizei sieht das Phänomen der gezielten Prügeleien mittlerweile relativ häufig. Bei den jugendlichen Provokateuren handelt es sich in der Regel um Kleingruppen, die keinen Alkohol trinken und auch nicht mitfeiern wollen. Sie mischen sich aber gezielt unter die zum Teil alkoholisierten Feiernden, um Prügeleien anzuzetteln.

Stand: 25.02.2020, 16:11

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