Armutsbericht: Ruhrgebiet "Problemregion Nummer 1"

Armutsbericht: Ruhrgebiet "Problemregion Nummer 1"

  • Armutsquote bei 21,1 Prozent im Ruhrgebiet
  • Besorgniserregende Entwicklungen in Teilen Westdeutschlands
  • Haushaltseinkommen entscheidender Indikator

Das Ruhrgebiet zählt inzwischen zu den ärmsten Regionen Deutschlands, so der Paritätische Wohlfahrtsverband. Die Industrieregion sei mit einer Armutsquote von 21,1 Prozent bei 5,8 Millionen Einwohnern bundesweit "Problemregion Nummer 1", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, laut Mitteilung am Donnerstag (12.12.2019) anlässlich der Vorstellung des "Armutsberichts 2019" in Berlin.

Wer ist arm?

WDR 5 Tagesgespräch 19.11.2019 45:38 Min. Verfügbar bis 18.11.2020 WDR 5

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Bayern und Baden-Württemberg am wenigsten betroffen

"Trotz eines erfreulichen Rückgangs der bundesweiten Armutsquote auf 15,5 Prozent (2018) zeichnen sich besorgniserregende Entwicklungen und neue Problemregionen insbesondere in Westdeutschland ab", heißt es in dem Bericht. Den "wohlhabenden" Ländern Bayern und Baden-Württemberg mit einer Armutsquote von zusammen 11,8 Prozent stünden Nordrhein-Westfalen und der Osten mit rund 18 Prozent gegenüber.

Weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet.

Für die Armutsquote wurden dem Bericht des Paritätischen zufolge alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen diese Grenze unterschreitet. Basis waren unter anderem bereits veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts.

Stand: 12.12.2019, 08:37

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