Beschäftigte in NRW arbeiten und verdienen weniger

Ein Angestellter arbeitet in einem Büro am Schreibtisch

Beschäftigte in NRW arbeiten und verdienen weniger

  • Statistik zu Arbeitszeiten und Verdienst veröffentlicht
  • Beschäftigte in NRW leisten weniger Arbeitsstunden als in anderen Bundesländern
  • Weniger Jahresgehalt als im Bundesdurchschnitt

Die Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr im Schnitt 1.276 Arbeitsstunden geleistet. Niedriger war das Jahresarbeitsvolumen nur in Rheinland-Pfalz (1.275 Stunden) und im Saarland (1.269 Stunden).

Das geht aus Daten der Statistischen Ämter hervor, die die Linke-Bundestagsfraktion ausgewertet und am Samstag (06.07.2019) veröffentlicht hat. Spitzenreiter bei der Jahresarbeitszeit war Sachsen-Anhalt mit 1.373 Stunden - bei einem bundesweiten Schnitt von 1.305 Stunden je Arbeitnehmer.

108 Euro weniger als im Schnitt

Beim Verdienst rangieren die Beschäftigten in NRW im Mittelfeld. Die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter betrugen im vergangenen Jahr 35.121 Euro je Arbeitnehmer. Das waren 108 Euro weniger als im bundesdeutschen Durchschnitt. Das Monatsgehalt lag in NRW bei 2.927 Euro. Die Arbeitnehmer in Hamburg standen mit 41.785 Euro an der Spitze (Monatsgehalt: 3.482 Euro). Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern mit 28.520 Euro (Monatsgehalt: 2.377 Euro).

Beim Arbeitsvolumen erfasst der "Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung" des Bundes und der Länder die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden am jeweiligen Arbeitsort - auch bei Beschäftigten mit mehreren gleichzeitigen Jobs. Nicht einbezogen werden etwa Urlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder Abwesenheit wegen Krankheit. Zu Arbeitnehmern zählen unter anderem Arbeiter und Angestellte, Beamte, Richter, Soldaten und Azubis.

Arbeitsstress, Überstunden, Zeitdruck – schuften wir uns krank? Ihre Meinung 21.02.2019 01:29:31 Std. UT DGS Verfügbar bis 21.02.2020 WDR

Stand: 06.07.2019, 09:36

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