Demos gegen Corona-Maßnahmen auch in NRW

Demos gegen Corona-Maßnahmen auch in NRW

  • Protest gegen Corona-Maßnahmen am Wochenende
  • Angriff auf WDR-Kamerateam in Dortmund
  • Demos auch in Bielefeld, Paderborn, Münster und Köln

In mehreren NRW-Städten sind am Wochenende (09. /10.05.2020) Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Einschränkungen zu demonstrieren.

WDR-Team angegriffen

Mehr als 150 Menschen hatten sich auif dem Alten Markt in Dortmund versammelt

Demonstration gegen Corona-Maßnahmen von Bund und Land in Dortmund

In Dortmund hatte die Stadt Demonstrationen wegen einer befürchteten Unterwanderung durch Neonazis kurzfristig verboten. Dennoch kamen an mehreren Stellen in der City Menschen zusammen - darunter auch polizeibekannte Rechtsextreme.

Ein mutmaßlicher Rechtsextremer griff zwei WDR-Journalisten tätlich an. Der 23-jährige mutmaßliche Täter kam in Polizeigewahrsam.

Demonstranten fordern dazu auf Mundschutz abzulegen

In Köln haben Demonstranten andere Personen dazu aufgefordert, ihren Mundschutz abzunehmen und ohne diesen die Geschäfte zu betreten. "Offenbar haben diese Menschen immer noch nicht verstanden, dass es hier nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um das Leben anderer Menschen geht", sagte Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob.

In Köln demonstrieren Menschen gegen Corona-Maßnahmen.

Demonstration in Köln

"Wer die neuesten Lockerungen so unvernünftig aufs Spiel setzt, begünstigt einen erneuten und rasanten Anstieg der Infektionsfälle."

Bei den Protesten waren auch Kinder dabei. Die Kölner Polizei ermittelt gegen die mutmaßliche Leiterin der Demonstration und weiterer Personen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, gegen das Versammlungsgesetz und das Infektionsschutzgesetz.

Friedliche Demos in Münster

In Münster versammelten sich rund 100 Personen. Sie bezeichneten die Corona-Maßnahmen als nicht verhältnismäßig, da die Bedrohung durch das Virus nicht so dramatisch sei wie zunächst angenommen.

Der Protest blieb friedlich. Allerdings war der Protest nicht als Versammlung angemeldet - und auch der Mindestabstand wurde nicht immer eingehalten. Die Polizei hat daher Strafanzeige gegen eine Frau gestellt, die sie als Organisatorin ausgemacht hat.

Mehrere Proteste in Ostwestfalen

In Ostwestfalen-Lippe gab es in mehreren Städten Demonstrationen. In Paderborn versammelten sich laut Polizei rund 100 Personen vor dem Rathaus. Da der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wurde, durfte die Veranstaltung fortgesetzt werden, obwohl eigentlich nur 50 Teilnehmer angemeldet waren.

In Bielefeld trafen sich etwa 50 Menschen. Etwa die gleiche Anzahl von Personen kam in Gütersloh zusammen. Die Polizei geht davon aus, dass sie sich über die sozialen Medien organisiert hatten. Die Beamten prüfen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Stand: 11.05.2020, 10:00

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