Angehörige der Germanwings-Opfer klagen auf Schmerzensgeld

Gedenkstätte am Fuß des Bergmassivs, indem die Germanwings-Maschine abgestürzt ist

Angehörige der Germanwings-Opfer klagen auf Schmerzensgeld

  • Rund 200 Angehörige der Opfer klagen
  • Schmerzensgeldforderungen betragen acht Millionen Euro
  • Weitere Klage gegen Amerikanische Flugschule

Rund 200 Angehörige der Opfer des Germanwings-Unglücks klagen vor dem Landgericht Essen auf Schmerzensgeld. Die Klageschrift gegen die Deutsche Lufthansa sei in dieser Woche eingereicht worden, sagte ein Anwalt der Familien am Donnerstag (03.01.2019).

Soforthilfen nicht ausreichend

Es geht um Schmerzensgeldforderungen in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro. Die Lufthansa hatte den Opfer-Familien nach dem Unglück bereits Soforthilfen und Schmerzensgeld gezahlt. Mit den Beträgen von jeweils mehreren zehntausend Euro habe das Unternehmen aber nicht ausreichend Verantwortung für die Tragödie übernommen, so die Sicht der Kläger.

Sie klagen daneben auch weiterhin gegen die amerikanische Flugschule, in der der Co-Pilot der Unglücksmaschine trotz gesundheitlicher Probleme ausgebildet worden war. Das Landgericht Essen wird den Fall frühestens ab Mitte Februar verhandeln. 

Unglück im März 2015

Im März 2015 war eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings vom Co-Piloten über den südfranzösischen Alpen zum Absturz gebracht worden. Alle 150 Insassen kamen ums Leben.

Stand: 03.01.2019, 16:39

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