Mitbewohner will früh vor Attentäter Amri gewarnt haben

Der für den Anschlag benutzte LKW mit zerstörter Scheibe wird am Breitscheidplatz in Berlin abgeschleppt.

Mitbewohner will früh vor Attentäter Amri gewarnt haben

  • Amris Mitbewohner warnte Behörden wohl schon 2015
  • Erst nach Anschlag von Sicherheitsbehörden vernommen
  • Amri tötete zwölf Menschen in Berlin

Ein Zimmergenosse des späteren Attentäters Anis Amri hat nach eigenen Angaben frühzeitig wegen dessen islamistischer Gesinnung Alarm geschlagen. Bereits im Herbst 2015 habe er den Leiter der Asyleinrichtung in Emmerich am Niederrhein, in der er mit Amri einen Monat lang das Zimmer teilte, durch einen befreundeten Dolmetscher über seine Bedenken informiert, sagte der heute 26-jährige Syrer Mohamed J. am Donnerstag (17.01.2019) im Untersuchungsausschuss des Bundestags.

Auch bei einer Anhörung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im Sommer 2016 habe er ausführlich darüber gesprochen, dass er Amri für einen Extremisten halte. Dort habe er das erste Mal den Eindruck gehabt, auf offene Ohren zu stoßen. Vertreter von Polizei oder Sicherheitsbehörden hätten ihn aber erst nach dem Anschlag vernommen.

Zwei Jahre nach Breitscheidplatz-Anschlag

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 19.12.2018 14:57 Min. Verfügbar bis 19.12.2019 WDR 5

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Der Tunesier Anis Amri steuerte im Dezember 2016 einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz und tötete zwölf Menschen. Auf der Flucht wurde er später in Italien von der Polizei erschossen. Vorher lebte er erst in Nordrhein-Westfalen, dann in Berlin.

Stand: 17.01.2019, 17:47

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