Impfstoff für Affenpocken in NRW

Impfung gegen Affenpocken jetzt in Köln und Düsseldorf möglich

Stand: 18.06.2022, 08:33 Uhr

Das Land NRW hat rund 7.300 Impfdosen gegen Affenpocken erhalten. Impfungen sind zunächst an den Unikliniken in Düsseldorf und Köln möglich.

In NRW sind am Freitagabend 7.300 Impfdosen gegen die Affenpocken angekommen - ein Pockenimpfstoff dritter Generation. Der muss allerdings bei minus 20 Grad gelagert werden und nach dem Auftauen innerhalb von zwölf Stunden verimpft sein. An einem Verteilsystem wird noch gearbeitet. Die Apotheken in den Unikliniken Köln und Düsseldorf sollen am Samstag schon einige wenige Impfdosen bekommen. Wer in den nächsten Tagen also dringend eine Impfung braucht, kann sie dort bekommen.

Impfungen zunächst in Köln und Düsseldorf möglich

Sollte es im Verlauf des Wochenendes oder Anfang nächster Woche aus medizinischen Gründen geboten sein, Einzelpersonen zu impfen, könne dies im Rahmen einer ärztlichen Einzelfallentscheidung an diesen Universitätskliniken erfolgen. Die weiteren Universitätskliniken des Landes seien darüber informiert, erläuterte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums.

Impfung für Risikogruppen empfohlen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung gegen Affenpocken für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, wie sie in der vergangenen Woche mitteilte. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht die Stiko bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Auch Personal von Speziallaboratorien komme unter Umständen für eine vorsorgliche Impfung infrage, teilte die Stiko mit.

Bisher 43 Fälle in NRW bestätigt

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird laut Robert Koch-Institut (RKI) meist durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Experten gehen davon aus, dass der Ausbruch begrenzt werden kann. Die Gefährdung für die breite Bevölkerung wird laut RKI als gering eingeschätzt. Die Symptome, darunter zum Beispiel Fieber und Hautausschlag, verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.

Nach Auskunft des Landes-Gesundheitsministeriums sind bislang in Nordrhein-Westfalen 43 Affenpockenfälle bestätigt.

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