Mobilität: Münster vorn, Mönchengladbach hinten

Mobilität: Münster vorn, Mönchengladbach hinten

In Münster sind die Menschen so zufrieden mit dem Mobilitätsangebot wie in keiner anderen mittelgroßen Stadt in Deutschland. In Mönchengladbach sind sie besonders unzufrieden. Den Vergleich von 29 Städten hat der ADAC am Freitag vorgestellt.

Das Ergebnis des aktuellen ADAC-Monitors "Mobil in der Stadt" überrascht nicht wirklich. Bei 29 untersuchten mittelgroßen Städten überwiegt die Zufriedenheit in Sachen Mobilität vor allem in der Fahrradstadt Münster.

Unzufriedenheit in Mönchengladbach, Krefeld und Wuppertal

Schlusslicht des Rankings ist Mönchengladbach, vor Krefeld und Wuppertal. Aber auch Bonn und Aachen reihen sich bei der Umfrage weiter hinten ein, während sich andere NRW-Städte wie Bochum oder Bielefeld im Mittelfeld befinden.

Münster mit den besten Noten

Screenshot

Die Promenade: Fahrradautobahn in Münster

Radfahrer freuen sich in Münster vor allem über die vielen Radwege, Fußgänger fühlen sich auf den Gehwegen sicher, Bus- und Bahnfahrer heben besonders positiv die vielen Haltestellen hervor. Autofahrer loben in Münster etwa den Zustand und die Beschilderung der Straßen.

Fußgänger sind zufriedenere Verkehrsteilnehmer

Sehr dichter Abendverkehr in beide Richtungen auf einer großen innerstädtischen Straße. Alle Autos haben das Licht an

Unzufriedenheit ist bei Autofahrern besonders groß

Viel auffälliger als der Vergleich zwischen den Städten ist da schon ein anderes Ergebnis der Umfrage: Über alle Städte hinweg ist die Zufriedenheit unter Fußgängern und den ÖPNV-Nutzern am höchsten. Auf der anderen Seite sind Autofahrer in allen Städten am unzufriedensten mit ihrer persönlichen Situation als Verkehrsteilnehmer.

Beispiel Bielefeld

Bus und Auto fahren durch Unterführung

ÖPNV-Gäste sind deutlich zufriedener als Autofahrer

Typisch dafür: Bielefeld. Die Stadt landet auf Platz 19 in dem Ranking. Hier kritisieren Autofahrer vor allem das Baustellenmanagement, das Verhalten von Radfahrern und die hohen Parkgebühren. Radfahrer kritisieren wilde Autofahrer, Fußgänger rücksichtslose Radfahrer. Durchweg zufrieden dagegen sind in Bielefeld die ÖPNV-Nutzer: Kurze Wege, schnelles Umsteigen, viele Haltestellen.

Beispiel Aachen

Etwas anders ist das Bild in Aachen. Mit Platz 24 laut ADAC deutlich unter Bundesdurchschnitt. Besonders im Bereich Fahrrad und Öffentlicher Nahverkehr ist in Aachen Luft nach oben. Die Autofahrer dagegen seien zufriedener, allerdings kritisierten auch sie die hohen Parkgebühren.

Auch in Münster Kritikpunkte

Aber auch Münster ist nicht perfekt: Konflikte zwischen Autofahrern und Radfahrern gibt es hier besonders häufig. Parkmöglichkeiten sind laut ADAC teuer und rar. Über die vielen Tempo-30-Zonen in der City wird in dem Bericht übrigens gar nichts gesagt.

In der Online-Befragung des ADAC wurden rund 12.000 Interviews ausgewertet. Einwohner, Pendler und Besucher sind befragt worden.

Münster ist Bundessieger beim ADAC-Check Lokalzeit Münsterland 29.01.2021 03:14 Min. Verfügbar bis 29.01.2022 WDR Von Rolf Heutmann

Stand: 29.01.2021, 12:00

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