Radfahrer starben in NRW durch Unfälle mit abbiegenden Lkw

Radfahrer und LKWs im Strassenverkehr

Radfahrer starben in NRW durch Unfälle mit abbiegenden Lkw

  • Radfahrer geraten in den "toten Winkel" von Lkw
  • Bundesländer setzen sich für Abbiege-Assistenten ein
  • ADFC fordert freiwilllige Ausrüstung

In NRW sind nach einer Auflistung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), die am Donnerstag (14.06.2018) bekannt wurde, in diesem Jahr bereits sechs Radfahrer bei Unfällen mit abbiegenden Lastwagen ums Leben gekommen. 2017 waren im gesamte Jahr acht Radler bei solchen Unfällen getötet worden. Immer wieder ereignen sich beim Abbiegen von Lastwagen schwere Unfälle, weil Radfahrer in den "toten Winkel" geraten.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Aktion "Toter Winkel"

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 23.05.2018 | 03:31 Min.

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EU-weite Regelung vonnöten

Durch elektronische Abbiege-Assistenten, die den Lkw-Fahrer rechtzeitig warnen, könnte nach Angaben der Unfallforschung der Versicherer die Mehrzahl dieser Unfälle verhindert werden. Die Bundesregierung, Bundesländer, Wirtschaftsverbände und ADFC setzen sich für den verpflichtenden Einbau der Assistenzsysteme ein - doch dafür ist eine EU-weite Regelung erforderlich.

"Es geht um Menschenleben"

Um die Umrüstung von Lkw dennoch voranzutreiben, fordert der ADFC, dass Kommunen ihre Fahrzeuge freiwillig mit Abbiege-Assistenten ausstatten. "Es geht hier um den Schutz von Menschenleben", betont der Vorsitzende des ADFC NRW, Thomas Semmelmann.

Tragischer Unfall in Köln

Ende Mai war ein siebenjähriger Junge in Köln bei einem Unfall mit einem abbiegenden Müllwagen getötet worden. Wie genau es dazu kam, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch unklar. "Der Fahrer gilt als Beschuldigter, ob der den Unfall hätte verhindern können, wird noch ermittelt", sagte ein Sprecher.

Stand: 14.06.2018, 11:25

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