Bei Winter-Wetter im Auto eingeschneit - und jetzt?

Fahrzeuge stehen auf der Autobahn A2/A3 bei Kreuz Oberhausen im Stau.

Bei Winter-Wetter im Auto eingeschneit - und jetzt?

Die Winter-Nacht bei Minusgraden im Auto verbringen: Auf der A2 bei Bielefeld wurden Autofahrer-Alpträume wahr. Wie man am besten solche Extremsituationen bewältigt.

Keine Entwarnung auf der A2 bei Bielefeld: Teilweise stecken die Fahrer und Mitfahrer schon seit über 16 Stunden auf der Autobahn fest, und das bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad.

"Stoßheizen" statt Motor laufen lassen

Ein Problem ist dabei natürlich die Kälte, die ins Auto und in die Knochen kriecht. Wenn man den Motor die ganze Zeit laufen lässt, um die Heizung in Gang zu halten, riskiert man eine Überhitzung. Der ADAC empfiehlt hier "Stoßheizen" - analog zum Stoßlüften. "Man sollte die Heizung allerdings nicht direkt voll aufdrehen, sondern die Leistung langsam steigern", sagte Tobias Scheffel vom ADAC Westfalen am Dienstag dem WDR. "Dann kann man das Auto am besten einmal komplett durchheizen." Und bei Bedarf eben wiederholen.

Normalerweise ist das Laufenlassen des Motors im Stand verboten und wird mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro bestraft. Allerdings: In einer Extremsituation wie jetzt auf der A2 kann man wohl mit der Kulanz der Polizei rechnen, schätzt ADAC-Experte Scheffel.

Warme Decken und Thermoskannen

Der ADAC empfiehlt zudem, sich bei extremem Wetter schon vor der Fahrt für den Fall der Fälle zu wappnen. "Im Winter sollte man immer warme Decken im Auto haben", sagte Thomas Müther vom ADAC Nordrhein. Auch kleine Snacks und heiße Getränke in Thermoskannen wirkten oft kleine Wunder: "Ein Allerweltstipp, aber sehr effektiv."

Generell sollte man vor dem Fahrtantritt volltanken, das Auto von Eis und Schnee befreien. Auch ein Eiskratzer und Handfeger sollte immer mit dabei sein.

Stand: 09.02.2021, 09:45

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