Marode Bahnbrücken in NRW: Bevorzugt Scheuer Bayern?

Das Bildt zeigt einen ICE auf einer Eisenbahnbrücke.

Marode Bahnbrücken in NRW: Bevorzugt Scheuer Bayern?

  • Vorwurf: CSU-Verkehrsminister bevorzugen ihr Heimatland Bayern
  • Bedarf in NRW höher - in Bayern mehr saniert
  • Verkehsministerium hält dagegen

Der Vorwurf: Geld gehe überproportional ins Heimatland des aktuellen Verkehrsministers und seiner Vorgänger: nach Bayern also. Das sei sehr stark der Eindruck, sagt Oliver Krischer dem ARD-Hauptstadtstudio. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, sitzt für seine Partei im Verkehrs- und Wirtschaftsausschuss des Bundestages. Gleich zweimal wollten die Grünen zuletzt Auskunft vom Verkehrsminister. Die erste so genannte Kleine Anfrage dreht sich um „Investitionen der Deutschen Bahn“. Die zweite: „Marode Eisenbahnbrücken in NRW“. Die Antworten darauf liegen dem ARD-Hauptstadtstudio vor.

Verkehrsministerium hält dagegen

In Bayern wurden demnach in den vergangenen fünf Jahren 243 Brücken modernisiert oder saniert. Dabei, so Krischer sei in Bayern nur rund 1/3 der Brücken sanierungsbedürftig – in NRW dagegen fast Hälfte. Die Zahl der Brücken insgesamt liegt in den beiden Ländern ziemlich dicht beieinander und erklärt die Diskrepanz ebenfalls nicht. Das Verkehrsministerium, das wegen der Affäre um die Pkw-Maut ohnehin unter Druck steht, sagt, Sanierungsentscheidungen lägen bei der Bahn, ein bundeseigenes Unternehmen. Das erklärt: Investitionen würden nach Zustand, nicht nach Bundesland vergeben. Das aber sei anhand der Zahlenlage schlicht nicht nachvollziehbar, sagt Oliver Krischer.

Stand: 27.02.2020, 16:13

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