17-Jähriger aus Leverkusen soll für IS geworben haben

IS Terroristen

17-Jähriger aus Leverkusen soll für IS geworben haben

  • Generalstaatsanwaltschaft klagt 17-Jährigen an
  • Vorwurf: Syrer soll Unterstützer für Terrormiliz IS gesucht haben
  • Außerdem habe er sich über Messerangriffe informiert

Über Messenger-Dienste soll ein 17-Jähriger aus Leverkusen gezielt um Unterstützung für die Terrormiliz IS geworben haben. Wie die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft am Freitag (06.09.2019) erst mitgeteilt hat, wurde bereits Mitte Juli Anklage gegen ihn erhoben. Konkret geht es um fünf Fälle, in denen der Syrer zum Beitritt in den IS und zum bewaffneten Dschihad aufgerufen haben soll.

Vorwurf: Verlobte für IS gewonnen

Der Jugendliche habe unter anderem seine Verlobte in Marokko und einen Mann in Syrien überzeugt, einen Treueeid auf den sogenannten Islamischen Staat abzulegen, berichten die Ermittler. Als "Vertrauensbeweis" habe sich der Mann in Syrien dazu bereit erklärt, einen "Ungläubigen" zu töten. Man habe ihn jedoch festnehmen können, bevor die Tat verübt worden sei.

Rückkehr von IS-Kämpfern? Aktuelle Stunde 18.02.2019 02:18 Min. UT Verfügbar bis 18.02.2020 WDR Von Alexander Röttig

Anleitung für Messerangriff

Darüber hinaus soll der 17-Jährige Gewaltvideos verbreitet haben, die den IS verherrlichen. Ein weiterer Vorwurf: Er soll sich aus dem Internet Anleitungen für schwere staatsgefährdende Gewalttaten heruntergeladen haben – unter anderem dazu, wie man Messerangriffe verübt oder wie man mit chemischen Stoffen umgeht.

Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Oberlandesgericht Düsseldorf. Laut eines Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft sitzt der mutmaßliche Täter bereits seit dem 21. März in Untersuchungshaft. 2015 sei er als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

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Stand: 06.09.2019, 18:17

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