Lügde: Prozessbeginn mit vielen Fragen

Lügde: Prozessbeginn mit vielen Fragen

Westpol 23.06.2019 UT DGS Verfügbar bis 23.06.2020 WDR

Ab der kommenden Woche stehen sie vor Gericht: Drei Männer, die sich für den grausamen Missbrauch an Minderjährigen auf einem Campingplatz im ostwestfälischen Lügde verantworten müssen. Der Haupttäter Andreas V. und sein Komplize Mario S. sollen sich die Kinder gegenseitig gebracht haben; der dritte Beschuldigte soll Missbrauchstaten über das Internet verfolgt haben. Aufgearbeitet werden soll aber nicht nur ihre Schuld, sondern auch die Verantwortung staatlicher Behörden wie der Jugendämter und Polizeibehörden, die mehrfach Hinweise nicht hinreichend weiterverfolgten. Pannen bei den Polizeiermittlungen und die Verantwortung des Innenministers Herbert Reul wird ein Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags behandeln, der ebenfalls in der kommenden Woche beginnen soll. Gemeinsam mit dem Rechercheverbund aus WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung sowie der Redaktion "die Story" blickt Westpol auf den beginnenden Prozess und den Untersuchungsausschuss; zudem äußern sich erstmals mutmaßliche Opfer von Lügde.