Aufbruch statt Angst – Homo-Liebe im strengen Albanien

Aufbruch statt Angst – Homo-Liebe im strengen Albanien

die story 28.03.2019 29:22 Min. UT WDR Von Ulf Eberle, Katharina Gugel

„Hier würden wir gerne durchfahren, aber das ist zu gefährlich“, meinen Kristi Pinderi (28) und Xheni Karaj (26) und zeigen auf ein Zelt, das seit Wochen den Hauptboulevard von Tirana besetzt. Im und um das Zelt versammeln sich die Konservativen mit lauten Parolen gegen Europa und seine Werte. „Sie hassen auch uns Homosexuelle“, sagt Kristi, Leiter der Pro LGBT, Albaniens Organisation für Schwule, Lesben und Transgender. Er, Xeni und ihre MitstreiterInnen planen zum fünften Mal den bikeride for pride - eine Fahrrad-Demonstration gegen Diskriminierung und Gewalt in der überwiegend erzkonservativen albanischen Gesellschaft. Dieses Mal könnte es noch schlimmer kommen als 2012, als etwa 50 Radfahrer mit Regenbogenflaggen durch die Stadt fuhren und dabei mit Rauchbomben beschossen wurden. Denn die rechte Demokratische Partei plant genau an diesem Tag einen Massenprotest. Und die Polizei warnt davor, die Fahrradparade nicht ausreichend schützen zu können. Werden Kristi und Xheni es schaffen, mehr als 50 Mutige zu mobilisieren? Wird es wieder Gewalt geben gegen die Demonstranten? Oder muss die Fahrradparade sogar abgesagt werden?

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