Apps können Männer gesünder machen  

Arzt misst Bauchumfang eines übergewichtigen Patienten

Apps können Männer gesünder machen  

Von Karin Bensch

  • Prostatakrebs und Herzinfarkt häufigste Erkrankungen
  • Viele Männer sind Gesundheitsvorsorge-Muffel
  • Digitalangebote bieten Fitness-Coaching

Viele Männer sind Ausredenminister, wenn es um die Gesundheitsvorsorge geht. Manche haben Angst vor den Untersuchungsergebnissen, andere verdrängen das Thema. Können digitale Angebote helfen? Fragen und Antworten:

Männergesundheit: "Dringender Handlungsbedarf"

WDR 5 Morgenecho - Interview 21.01.2020 05:21 Min. Verfügbar bis 20.01.2021 WDR 5

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Woran erkranken und sterben Männer am häufigsten?

Übergewicht ist für viele Männer ein dickes Problem. Fast zwei Drittel sind laut einer Untersuchung des Robert Koch-Instituts übergewichtig. Auch Rauchen ist ein Risikofaktor. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache. Bei Männern ganz oben steht der Herzinfarkt. Hinzu kommen Prostata, Darm- und Lungenkrebs. Viele Männer leiden an Depression, Burn Out und Stress.

Wie könnten digitale Angebote Männer gesünder machen?

Die Stiftung Männergesundheit hat zum Beispiel gemeinsam mit einer Krankenkasse eine App entwickelt. Die Teilnehmer müssen zunächst einen umfangreichen Fragenkatalog zu ihrer Gesundheit beantworten. Danach bekommen sie verschiedene Coaching-Angebote pro Woche, etwa Treppensteigen statt Aufzugfahren.

Wie viele Männer nutzen schon digitale Angebote zur Gesundheitsvorsorge?

Do zdravlja uz pomoć aplikacije?

"Bereits knapp ein Drittel der Männer in Deutschland überwacht mit Hilfe von Apps die eigene Gesundheit und Fitness", sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Digitale Gesundheitsangebote können die Gesundheitskompetenz von Männern fördern und sie zu einem bewussteren Umgang mit ihrer Gesundheit motivieren. Doch sie können auch Risiken bergen. Zum Beispiel, wenn die Informationen nicht gesichert sind. Auch der Datenschutz ist wichtig. Die persönlichen Gesundheitsangaben müssen geschützt sein.

Stand: 21.01.2020, 06:00