Der VW Käfer – Suchspiel zu einer Legende

Der VW Käfer – Suchspiel zu einer Legende

Die runde Form, Kulleraugen-Scheinwerfer, luftgekühlter Boxermotor und Kofferraum unter der Motorhaube. Das und mehr macht einen VW Käfer aus. Vor 66 Jahren, am 5. August 1955, wurde das einmillionste Exemplar gebaut. Zur Feier des Tages können Sie Käfer-Pärchen suchen!

Koflügel eines hellblauben VW Käfer mit Deutschlandschild und Rückleuchte

Finden Sie die richtigen VW Käfer-Pärchen!

Finden Sie die richtigen VW Käfer-Pärchen!

Schnell? Das war er nicht unbedingt. Komfortabel? Nach heutigen Maßstäben auch nicht wirklich. Der Kofferraum war ziemlich klein, der Reservetank musste aktiviert werden, ein Feintuning der Heizung war kaum möglich. Trotzdem: Der VW Käfer war jahrzehntelang das erfolgreichste Auto der Welt. Mehr als 16 Millionen Exemplare liefen in der BRD nach Kriegsende vom Band. Insgesamt wurden mehr als 21 Millionen Fahrzeuge verkauft.

In den USA war der "Beetle", wie das Auto dort liebevoll genannt wird, ein Verkaufshit. Auch deshalb brach der VW Käfer im Februar 1972 einen 45 Jahre alten Rekord: Der 15.007.034. Käfer ging vom Band – immerhin ein Wagen mehr als beim ebenfalls legendären Model T des Konkurrenten Ford.

Der VW Golf läutet das Ende der Käfer-Ära in Deutschland ein. 1974 wird dessen Inlandsmontage komplett in das VW-Werk Emden verlegt. Am 19. Januar 1978 ist dann offiziell Schluss: Mit Blumengebinden verziert rollt der letzte Käfer aus europäischer Fertigung über das Band in der Montagestraße 4.

Alle hierzulande verkauften Modelle wurden ab 1978 aus Mexiko importiert. 1985 strich VW den Käfer vollständig aus dem deutschen Angebot. 2003 wurde im mexikanischen Puebla der unwiderruflich letzte Volkswagen mit dem luftgekühlten Boxermotor im Heck montiert.

An Spitznamen für den Käfer fehlt es nicht: "Buckel-Porsche" wird er in Deutschland genannt, in der Türkei "Kaplumbaga" (Schildkröte). Die Schweden tauften ihn "Bubbla" (Blase), die Mexikaner "Vocho", ein Wortmix aus "Volkswagen" und "Coche" (Auto). In der Dominikanischen Republik spricht man von "Cepillo" (Bürste), in Brasilien vom "Fusca", ein Begriff, der sich aus der brasilianischen Aussprache des Wortes "Volkswagen" entwickelt hat.

Bereits im Dritten Reich hatte Adolf Hitler die Vision eines Volksautos. Es sollte Platz für eine fünfköpfige Familie bieten, 100 Stundenkilometer erreichen und weniger als 1.000 Reichsmark kosten. 1933 nahm Ferdinand Porsche den Auftrag an, den "Kraft durch Freude-Wagen", wie er damals getauft wurde, zu konstruieren. 300.000 Autos wurden vorbestellt, wegen des Zweiten Weltkriegs aber nicht produziert.

Auch bekannte Werbeslogans sind mit dem VW-Käfer verknüpft, zum Beispiel: "Immer mehr und immer besser" oder "Er läuft und läuft und läuft". Das tut er wirklich. Auch noch heutzutage sieht man immer wieder Käfer-Oldies auf den Straßen oder bei Treffen der vielen Fans.

Natürlich gibt es einige Sondermodelle, darunter den Jeans-Käfer, den Polizei-Käfer und, anlässlich der Fußball-WM 1974, den World-Cup-Käfer. Der hatte eine schwarze Kofferraum- und Motorhaube, seitliche World-Cup-Dekorstreifen, Fußballschaltknauf und Fan-Fähnchen. Leider, leider: Die 25 Cabrios waren ausschließlich ein Geschenk für die deutsche Nationalmannschaft.

Stand: 28.07.2021, 14:16 Uhr