Filme über Musiker: Große Karrieren auf der Leinwand

Von Ingo Neumayer

Mit der Musik zum Star werden: Das ist nicht nur der Traum vieler realer Bands und Musiker, sondern auch Stoff für Hollywood. 13 Filme über Bands und Musiker, die auf der Leinwand groß rauskamen.

Filmszene "Stardust"

"Stardust" aus dem Jahr 1974 erzählt die Geschichte einer fiktiven Band namens Stray Cats, die Ende der 60er ihren Durchbruch feiert. Interessant ist, dass statt einer Heldengeschichte viel Bezug auf die üblichen Rockstar-Probleme wie Drogen, Egomanie und künstlerische Irrwege genommen wird. Die Schauspieler sind dabei großteils Kenner der Materie: Den Sänger Jim spielt David Essex ("Rock On"), am Schlagzeug sitzt Keith Moon von The Who. Und der Bandmanager ist kein geringerer als Larry Hagman, der später als "Dallas"-Fiesling J.R. Ewing weltbekannt wurde.

"Stardust" aus dem Jahr 1974 erzählt die Geschichte einer fiktiven Band namens Stray Cats, die Ende der 60er ihren Durchbruch feiert. Interessant ist, dass statt einer Heldengeschichte viel Bezug auf die üblichen Rockstar-Probleme wie Drogen, Egomanie und künstlerische Irrwege genommen wird. Die Schauspieler sind dabei großteils Kenner der Materie: Den Sänger Jim spielt David Essex ("Rock On"), am Schlagzeug sitzt Keith Moon von The Who. Und der Bandmanager ist kein geringerer als Larry Hagman, der später als "Dallas"-Fiesling J.R. Ewing weltbekannt wurde.

"Wir bringen die Band wieder zusammen!" Jake und Elwood Blues wollen ein Waisenhaus vor dem Abriss retten und trommeln ihre alten Kumpels zusammen für eine letzte, lukrative Show der "Blues Brothers". Heraus kommt dabei eine irrwitzige Komödie mit famosen Gastauftritten von Stars wie Aretha Franklin, James Brown, John Lee Hooker, Ray Charles oder Steven Spielberg, 104 zerstörten Autos und den beiden coolsten Sonnenbrillenträgern aller Zeiten.

Die fiktive Band Spinal Tap hat es nicht leicht: Nach Beat und Hippie-Rock ist sie inzwischen bei Heavy Metal angekommen, doch auch hier stellt sich der Erfolg nicht so recht ein. Ein Grund dafür: Ständig versterben ihre Schlagzeuger auf mysteriöse Weise. "This Is Spinal Tap" ist ein satirischer, manchmal erstaunlich wahrer Kommentar auf das Musikbusiness, seine kleinen Verlockungen und großen Egos - und dabei ungemein witzig.

Die Lone Rangers können machen, was sie wollen: Es klappt einfach nicht mit dem Plattenvertrag. Also stürmen sie einen Radiosender mit Wasserpistolen, die mit Chilisauce gefüllt sind. Ihre Forderung: Ihre Songs sollen endlich mal im Radio laufen. Mit Steve Buscemi, Adam Sandler und Brendan Fraser ist "Airheads" prominent besetzt, und sogar Lemmy von Motörhead hat einen kurzen Gastauftritt. Am Ende endet die Band allerdings am selben Ort wie die Blues Brothers: im Knast.

Die Oneders versuchen Mitte der 60er ihr Glück mit Rock'n'Roll. Ihr Song "That Thing You Do!" wird nach der Umbenennung in Wonders ein Hit, schnell stellt sich der Erfolg ein. Doch die Schattenseiten lauern schon: Heimweh auf Tour, Verlockungen durch Groupies, Streit um die künstlerische Linie. Besonders wird dieser Film durch den Blickwinkel, denn die Story ist aus Sicht des Schlagzeugers Guy Patterson erzählt. Regie führte übrigens Tom Hanks.

Arbeitslos, ohne Perspektive, frustriert: Jimmy Rabbitte kann zwar weder singen noch ein Instrument spielen, aber eine Band will er dennoch gründen. Als Manager stellt er die "Commitments" zusammen, die aus Freunden und Bekannten bestehen und eigentlich andere Jobs haben im rezessionsgeplagten Dublin der 80er Jahre. Doch die Leidenschaft für die Musik siegt, und am Ende winkt sogar ein Auftritt mit der Soul-Legende Wilson Pickett.

Chris Cole ist ein riesiger Metal-Fan und singt sogar in einer Tribute-Band, die die Songs der von ihm verehrten Band Steel Dragon nachspielt. Als eines Tages Steel Dragon einen neuen Sänger suchen, schlägt seine große Stunde. Er wird engagiert und steht von einem Tag auf den anderen mit seinen Helden auf den größten Bühnen. Von Null auf "Rock Star" - das ist ein Schock für Cole (gespielt von Mark Wahlberg), der sowohl positive als auch negative Folgen hat.

Als 16-Jähriger für den "Rolling Stone" über Musik schreiben und dafür mit den größten Bands der Welt auf Tour gehen? Klingt wie ein Traum, aber Cameron Crowe hat genau das erlebt und später als Regisseur einen Film darüber gedreht. Die Band Stillwater, um die es in "Almost Famous" geht, ist zwar fiktiv, aber Crowe verarbeitet in dem Film seine echten Erfahrungen mit Led Zeppelin, Lynyrd Skynyrd, den Eagles und der Allman Brothers Band. Toll gespielt und toll geschrieben - Crowe erhielt dafür u.a. den Drehbuch-Oscar.

Ihre großen Tage hatte die Rockband Strange Fruit. um die es in "Still Crazy" geht, in den 70ern, inzwischen haben sich die Bandmitglieder auseinander gelebt. Doch 20 Jahre später flattert ein einmaliges Angebot auf den Tisch: Ein Festival will sie unbedingt für einen Auftritt buchen. Die Mitglieder raufen sich tatsächlich wieder zusammen, nur Gitarrist Brian fehlt. Er sei gestorben, heißt es. Mit einem Ersatzmann gehen sie auf Europatour, doch die Animositäten sind zu groß. Strange Fruit sind erneut am Ende - bis Brian wieder auftaucht. Er hatte seinen Tod nur vorgetäuscht.

Welcher Schüler will schon Vokabeln und Formeln lernen, wenn er stattdessen mehr über Bands wie AC/DC, Led Zeppelin und Cream erfahren kann? Der erfolglose Musiker Dewey Finn schleicht sich als Vertretungslehrer in einer Schule ein und bringt den klassisch geschulten, leicht streberhaften Grundschülern bei, dass Rock'n'Roll genauso wichtig wie Mathe und Bio sein kann. "School Of Rock" ist ein großer Spaß für die ganze Familie - nicht zuletzt dank Hauptdarsteller Jack Black.

Irre Idee: In "Yesterday" vergisst die ganze Welt nach einem Stromausfall, dass es jemals die Beatles gab. Mit einer Ausnahme: Der erfolglose Singer-Songwriter Jack Malik kann sich weiter an die Fab Four und ihre Songs erinnern. Das nutzt er natürlich aus und wird dank "seiner" Songs wie "Yesterday", "Hey Jude" oder "Let It Be" schnell zum Megastar. Doch das Schmücken mit den fremden Federn geht nicht lange gut...

Dublin 1985: Der 15-jährige Conor hat kaum Freunde, seine Welt besteht aus Bands wie Duran Duran, Spandau Ballet und The Cure. Um die hübsche Raphina zu beeindrucken, verspricht er ihr, dass sie in einem Musikvideo seiner Band mitspielen darf. Das Problem ist: Die Band gibt es gar nicht. Also macht sich Conor daran, das zu ändern, und gründet mit ein paar Freunden und seinem Bruder "Sing Street".

"Inside Llewyn Davis" beleuchtet die Geschichte des New Yorker Greenwich Village, eine Keimzelle der Folkbewegung Anfang der 60er. Die Hauptfigur Llewyn Davis basiert dabei auf den Memoiren von Dave Van Ronk, einem Weggefährten von Bob Dylan, der nie den Durchbruch geschafft hat. Ein stimmungs- und humorvoller Film, der einen das Gefühl einer ganz besonderen Ära nachempfinden lässt.

Stand: 14.06.2022, 12:35 Uhr