Zum 30. Mal: Klavier-Festival Ruhr

Zum 30. Mal: Klavier-Festival Ruhr

  • 30. "Klavier-Festival Ruhr" in Duisburg
  • Auftakt mit Solokonzert von Pierre-Laurent Aimard
  • Intendant Ohnesorg erinnert sich an Meilensteine

Am Donnerstagabend (19.04.2018) hat in der Duisburger Mercatorhalle mit einem Solokonzert von Pierre-Laurent Aimard das Klavier-Festival Ruhr begonnen. 115 Solisten zeigen ihr Können, in 66 Konzerten und auf 33 Podien, in Konzertsälen, Museen, Zechen, in Schlössern und in Theatern.

30 Jahre Klavier-Festival Ruhr

WDR 3 TonArt | 19.04.2018 | 07:06 Min.

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Bis zum 13. Juli lautet das Motto: Das Ruhrgebiet beflügeln. Den Schwerpunkt bildet die französische Musik. Im Zentrum steht unter anderem der 100. Todestag von Claude Debussy, dessen Musik in 40 Konzertabenden vertreten ist. Daneben gilt es, ein weiteres Jubiläum zu feiern: 2018 steht die 30. Ausgabe des Klavier-Festivals Ruhr an.

"Ein Meilenstein in der Entwicklung"

Intendant Franz Xaver Ohnesorg muss nicht lange überlegen, wenn er nach Höhepunkten in der Geschichte des Klavier-Festivals Ruhr gefragt wird. Er erinnert sich: "Das war ein Konzert in der Gebläsehalle in Duisburg, mit Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich. Mit allen Klavierwerken von Pierre Boulez, einschließlich der 'Structures' für zwei Klaviere. Das war schon ein Meilenstein in der Entwicklung des Festivals." Damals, im Jahr 2005, erhält Pierre Boulez, der Meister der seriellen Musik, den Preis des Festivals.

Die Geschichte des Festivals beginnt im Jahr 1984. Damals veranstaltet der Klavierfabrikant Jan Thürmer in Bochum erstmals einen "Klaviersommer". Daraus wird vier Jahre später das Klavier-Festival Ruhr. Untrennbar mit der neuen Konzertreihe verbunden ist die Entstehung des Initiativkreises Ruhr, einem Zusammenschluss zahlungskräftiger Unternehmer und Förderer. Am 16. Juli 1988 trifft sich der Kreis, um die Gründung und zugleich das Festival zu beschließen.

Über die Grenzen des Reviers hinaus

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Ohnesorg übernimmt 1995 die künstlerische Leitung. In den letzten Jahrzehnten sind mit den neuen Konzertsälen im Ruhrgebiet viele attraktive Spielorte hinzugekommen. Franz Xaver Ohnesorg schwärmt beispielsweise von dem neuen Anneliese Brost Musikforum in Bochum, dessen Ambiente und Akustik. Das Festival überschreitet gelegentlich auch die Grenzen des Ruhrgebiets und nutzt attraktive Säle in Wuppertal oder Münster. Doch nicht nur das Festival ist mobiler geworden - das Publikum ist es auch.

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WDR 3 TonArt | 19.04.2018 | 06:43 Min.

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"Das war im Anfang natürlich so, dass die Essener in Essen ins Konzert gegangen sind und die Dortmunder in Dortmund und die Duisburger in Duisburg, aber kaum ein Duisburger in Dortmund", so Intendant Ohnesorg. "Und das hat sich in den letzten zehn Jahren enorm geändert. Es gibt viele Menschen, die mit uns reisen."

Nach einem WDR-3-Hörfunkbeitrag von Markus Bruderreck.

Konzerte des WDR Sinfonieorchesters beim Klavier-Festival Ruhr:

Stand: 19.04.2018, 14:06