Kim Wilde: Zurück aus dem Garten

Kim Wilde: Zurück aus dem Garten

In den 80ern war sie ein Superstar, nach einem Karriereknick arbeitete sie als Gärtnerin. Doch inzwischen ist Kim Wilde wieder als Sängerin unterwegs - demnächst auch bei uns.

Kim Wilde

Wer in den 80ern ein Radio besaß, kennt sie und ihre Stimme: Kim Wilde. Dass sie Sängerin wurde, ist übrigens keine große Überraschung: Schon ihr Vater Marty hatte Ende der 50er den ein oder anderen Hit in den britischen Charts.

Wer in den 80ern ein Radio besaß, kennt sie und ihre Stimme: Kim Wilde. Dass sie Sängerin wurde, ist übrigens keine große Überraschung: Schon ihr Vater Marty hatte Ende der 50er den ein oder anderen Hit in den britischen Charts.

Von ihm hat sie auch ihren Künstlernamen, denn eigentlich heißt sie Kimberly Smith. Aber Wilde passte natürlich viel besser zu ihrem Look mit strubbeligen Haaren und Lederjacke.

Kim Wilde stammt übrigens aus Chiswick im Westen Londons. Das ist insofern überraschend, da sie sich in ihrem ersten Hit auf der anderen Seite des Atlantiks verortete: "We're the kids in America" sang sie 1981.

Auch "Checkered Love" und "Cambodia" wurden große Hits für Wilde. Ihre Karriere war anfangs übrigens ein Familienunternehmen. Die meisten ihrer Songs wurden von ihrem Vater und ihrem Bruder Ricky komponiert und getextet.

Covern konnte Kim Wilde auch – und wie: Ihre Disco-Version von "You Keep Me Hangin' On" von den Supremes wurde 1986 zu ihrem weltweit größten Hit. Danach ging es mit ihrer Karriere allerdings langsam bergab.

In den 90ern probierte Kim Wilde viel aus: Disco und House, Bee-Gees-Coverversionen und Musical-Auftritte. Doch die goldenen Jahre schienen zunächst vorbei. Sie heiratete, bekam zwei Kinder und ging wieder ihrem gelernten Beruf als Landschaftsgärtnerin nach.

2003 dann das überraschende Comeback: Zusammen mit Nena sang sie die englische Version von "Irgendwie, irgendwo, irgendwann". Der Song wurde ein Erfolg, Wilde bekam einen neuen Plattenvertrag und konnte das Gärtnern wieder an den Nagel hängen.

Auf der Bühne ist Kim Wilde auch heute noch ein Energiebündel, das ihre Fans begeistert. Bevor sie im Herbst auf große Deutschland-Tour geht, ist sie am 20. Juli in Bonn zu sehen: Zum Abschluss der NRW Radtour von WDR 4 tritt sie auf dem Münsterplatz auf - der Eintritt ist frei.

Stand: 04.07.2018, 12:01 Uhr