Serie "Lindenstraße" wird nach 34 Jahren eingestellt

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Serie "Lindenstraße" wird nach 34 Jahren eingestellt

Die wöchentliche Serie "Lindenstraße" wird nach über 34 Jahren nicht fortgeführt. Das gab der WDR am Freitag (16.11.2018) bekannt.

Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrages mit der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion ausgesprochen. Die letzte Folge der Serie wird im März 2020 im Ersten ausgestrahlt.

"Diese Entscheidung hat sich die Fernsehprogrammkonferenz der ARD nicht leicht gemacht. Denn die 'Lindenstraße' ist eine Ikone im deutschen Fernsehen, die uns seit Jahrzehnten begleitet", sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. "Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie."

Dank an Erfinder Hans W. Geißendörfer

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn dankte besonders dem Erfinder der Serie, Hans W. Geißendörfer, seiner Nachfolgerin Hana Geißendörfer, dem Ensemble und dem ganzen Team - "und nicht zuletzt dem Publikum, das der 'Lindenstraße' seit mehr als 30 Jahren die Treue hält".

So sehr der Abschied auch schmerze, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, "denn sie haben mit der 'Lindenstraße' geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden".

Gestartet im September 1985

Die wöchentliche Serie "Lindenstraße" erzählt seit ihrem Start am 8. Dezember 1985 Schicksale und Geschichten des bundesrepublikanischen und gesamtdeutschen Lebens. Sie spiegelt mit ihrer Figurenkonstellation realitätsnah die Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens und deren Entwicklung wider.

Stand: 16.11.2018, 12:00