Soester Kunstpreis für Gerhard Rießbeck

Soester Kunstpreis für Gerhard Rießbeck

  • Morgner-Preis zählt zu höchstdotierten Kunstpreisen Deutschlands
  • Rießbeck überzeugt Jury mit Ölleinwand "Ikonostase"
  • Bewerbungen vor allem aus Düsseldorf, München, Berlin

Er zählt zu den höchstdotierten Kunstpreisen Deutschlands: der Wilhelm-Morgner-Preis der Stadt Soest. Er geht in diesem Jahr an den Maler Gerhard Rießbeck aus dem bayerischen Unterfranken.

Preisträger Gerhard Rießbeck vor seinem Kunstwerk

"Meine Bilder beschäftigen sich mit Natur, und das Thema spielt zurzeit eine immense Rolle. Malerei hat dazu etwas Wichtiges zu sagen", sagte Gerhard Rießbeck, als die Jury ihn am Samstagnachmittag (16.11.19) als diesjährigen Morgnerpreisträger bekanntgab. Die fünf Fachleute aus Kunst und Kultur entschieden sich für das zwei mal drei Meter große Ölgemälde "Ikonostase" von 2018.

Inspiration durch Reisen in den hohen Norden

Darauf ist eine verrostete Stahlwand mit bunten Kreisen und Quadraten zu sehen. Ein Durchgang in der Mitte zeigt eine unberührte, schneebedeckte Landschaft. Die Inspiration für dieses Bild bekam der 1964 geborene Künstler auf zahlreichen Reisen nach Grönland, Lappland und Island.

Siegerbild überzeugt durch Klima-Thema

Preisübergabe des Wilhelm-Morgner-Preises 2019

Die Jury verstehe das Ölbild "Ikonostase" als Metapher für die Natur und das Göttliche. "Hinter der rostigen Wand ist es schön – aber ohne den Menschen", hieß es in der Laudatio.

Der Wilhelm-Morgner-Preis für Malerei wurde in diesem Jahr zum insgesamt 25. Mal verliehen. Mit 15.000 Euro gehört er zu den am höchsten dotierten Kunstpreisen in Deutschland.

Der Preis ehrt den Soester Künstler Wilhelm Morgner. Er starb im Ersten Weltkrieg im Alter von 26 Jahren. Morgner gilt als bedeutender westfälischer Maler des Expressionismus und als Wegbereiter der Abstraktion.

Stand: 16.11.2019, 17:28