Neueröffnung des Bochumer Bergbau-Museums

Außenansicht des Deutschen Bergbau-Museums ins Bochum mit altem Förderturm

Neueröffnung des Bochumer Bergbau-Museums

Von Stefan Keim

Zwei neue Rundgänge beschäftigen sich mit den Bodenschätzen und der Darstellung des Bergbaus in der Kunst. Ein Anschauungsbergwerk und eine virtuelle Seilbahnfahrt bieten sinnliche Einblicke.

Neueröffnung des Bochumer Bergbau-Museums

WDR 4 Gut zu wissen 25.07.2019 02:34 Min. Verfügbar bis 24.07.2020 WDR 4

Download

An der Wand hängen ein Handy und ein Kugelschreiber. In diesen Gegenständen sind viele Bodenschätze verarbeitet. Bodenschätze, die weltweit durch Bergbau gewonnen werden. Ein neuer Rundgang im Deutschen Bergbau-Museum macht darauf aufmerksam, wie wichtig diese Bodenschätze für unseren Alltag sind.

Die Räume erinnern an ein Labor, in dem die Besucher selbst forschen können. Die Ausstellung liefert mit Videoprojektionen, Objekten und Texttafeln viele Informationen. Völlig anders ist der zweite neue Bereich des Museums gestaltet. Hier geht es um die Darstellung des Bergbaus in der Kunst. Der Blick fällt auf gestählte, nackte, männliche Oberkörper, die auch von Superhelden stammen könnten. Manche Werke stammen von Bergleuten selbst. Zum Beispiel hat einer aus tausend Streichhölzern ein Modell seiner Zeche nachgebaut. Überraschend ist eine große Porzellansammlung. Auf Tassen, Tellern und Skulpturen sind viele Tätigkeiten aus dem Bergbau dargestellt.

Ein kunstvoller, aber ungeschönter Blick auf die Bergbau-Geschichte

Unterwegs in einem spärlich beleucheten Stollen des Bochumer Bergbau-Museums, in dem ein druckluftbetriebener Bohrwagen steht

In einem Stollen des Bochumer Bergbau-Museums steht ein druckluftbetriebener Bohrwagen

Die große Stärke des Bochumer Bergbau-Museums war immer die Kombination aus Fakten und sinnlichem Erlebnis. Das Anschauungsbergwerk unter Tage in 20 Metern Tiefe hat weiterhin geöffnet. Hier kann man zum Beispiel eine Kettenschrämmaschine bei der Arbeit erleben. Außerdem gibt es einen Seilfahrtsimulator und die Möglichkeit, das Ruhrgebiet aus 70 Metern Höhe von einem Fördergerüst aus zu betrachten. Die ökologischen Folgen des Bergbaus sind in vielen Bereichen Thema. Wie viel Grubenwasser in jeder Sekunde unter dem Ruhrgebiet abgepumpt werden muss, zeigt das Museum ebenso wie die dramatischen Folgen des Bergbaus für die Landschaft.

Wer alle vier Rundgänge und das Anschauungsbergwerk intensiv erleben will, braucht schon einen halben Tag im Bergbau-Museum. Durch die verschiedenen Präsentationsformen und die Vielzahl an Informationen wird die Zeit bestimmt nicht lang.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 8:30 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 – 17 Uhr

Adresse

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

Infos

Telefon: 0234  - 5877 126 / 128

Stand: 25.07.2019, 15:06