2018 in zwölf Künstlern. Unsere Porträts des Jahres

2018 in zwölf Künstlern. Unsere Porträts des Jahres

Von Thomas Köster

Welche Maler, Bildhauer oder Performancekünstler haben das Ausstellungsjahr 2018 in NRW nachhaltig geprägt? Wir präsentieren in einem kleinen Rückblick unsere Favoriten.

Markus Lüpertz

Ganz so erfolgreich war Markus Lüpertz mit seiner Schau "Der Tod, der bleiche Freier" (24.4.-07.09.2018) im Skulpturenpark Waldfrieden leider nicht. Seine vielfach unterschätzten Gipsskulpturen kommen ja auch viel weniger spektakulär daher. Die Art und Weise, wie Lüpertz sein Werk mit Händen und Füßen in Position brachte, hatte aber durchaus schon Performance-Charakter.

Ganz so erfolgreich war Markus Lüpertz mit seiner Schau "Der Tod, der bleiche Freier" (24.4.-07.09.2018) im Skulpturenpark Waldfrieden leider nicht. Seine vielfach unterschätzten Gipsskulpturen kommen ja auch viel weniger spektakulär daher. Die Art und Weise, wie Lüpertz sein Werk mit Händen und Füßen in Position brachte, hatte aber durchaus schon Performance-Charakter.

Katharina Sieverding gab sich 2018 in Düsseldorf eher unauffällig. Dabei steuerte sie zur Gruppenausstellung "Von fremden Ländern in eigenen Städten" (02.06.-19.08.2018) mit ihrem 200 Meter langen Bilderfries "Global Desire Bahnhofsviertel Düsseldorf" das mit Abstand größte Kunstwerk bei. Beim Fototermin badete sie lieber in die Menge statt zu posieren.

Die größte Entdeckung aus Asien war 2018 hierzulande vielleicht der Maler Liu Xiaodong, der mit der Kunsthalle Düsseldorf und dem NRW-Forum parallel gleich zwei Orte bespielen durfte (09.06.-19.08.2018). In seiner Heimat China gehört er längst zu den berühmtesten Vertretern der zeitgenössischen Kunst.

Noch bis zum 10. Februar 2019 läuft im Marta Herford "Die Kunst der Weltausstellung", bei der auch Yvonne Roeb aus Düsseldorf mitmacht. Hier allerdings betrachtet sie ihre Arbeit in der Keramik-Schau "Es dauert. Es ist riskant. Es bleibt womöglich für immer" im Arp Museum (29.04-15.07.2018). Überhaupt war 2018 Roebs Jahr: Im Dezember erhielt sie in Bayern den erstmals vergebenen Kallmann-Preis.

Da kann man sich ruhig ein wenig zurücklehnen und für 2019 zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Und so ist auch WDR 3-Fotograf und Autor Thomas Köster schon sehr gespannt, was ihn in den Museen NRWs im kommenden Jahr erwarten wird.

Stand: 28.12.2018, 12:00 Uhr