Gurlitt und der Verdacht der NS-Raubkunst

Gurlitt und der Verdacht der NS-Raubkunst

Von Sabine Tenta

Als Schwabinger Kunstfund hat die Sammlung Gurlitt für Aufsehen gesorgt. Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt 250 der über 1.500 Werke. Der Fokus liegt auf NS-Raubkunst.

Frauenporträt von Thomas Couture

Bislang konnte nur bei wenigen Kunstwerken die Herkunft zweifelsfrei geklärt werden. Lediglich sechs Werke konnten an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Im Oktober 2017 lösten die Forscher den Fall dieses Damenporträts des französischen Meisters Thomas Couture (1815-1879): Der entscheidende Hinweis war ein winziges, bei einer Restaurierung geschlossenes Loch im Bild. Es konnte dadurch als Teil der Sammlung Mandel identifiziert werden. Georges Mandel (1885-1944), Mitglied der Résistance, war als politischer Gefangener im KZ Buchenwald inhaftiert.

Bislang konnte nur bei wenigen Kunstwerken die Herkunft zweifelsfrei geklärt werden. Lediglich sechs Werke konnten an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Im Oktober 2017 lösten die Forscher den Fall dieses Damenporträts des französischen Meisters Thomas Couture (1815-1879): Der entscheidende Hinweis war ein winziges, bei einer Restaurierung geschlossenes Loch im Bild. Es konnte dadurch als Teil der Sammlung Mandel identifiziert werden. Georges Mandel (1885-1944), Mitglied der Résistance, war als politischer Gefangener im KZ Buchenwald inhaftiert.

Stand: 02.11.2017, 19:24 Uhr