Wie der Westen das Bauhaus prägte

Wie der Westen das Bauhaus prägte

Beim Stichwort Bauhaus denken viele an Dessau, Weimar, Berlin – und eher nicht an: Krefeld, Hagen, Köln oder Düsseldorf. Dabei entstanden hier, im Westen Deutschlands, die Ideen und Konzepte, die das Bauhaus berühmt gemacht haben.

Seit 1900 gab es in Westdeutschland ein Netzwerk von Architekten und Künstlern, das wichtige Impulse für den Aufbruch in die Moderne lieferte. In Hagen scharrte der Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus talentierte Architekten um sich. Peter Behrens, der Talentförderer, war Direktor der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, bevor er in Berlin sein eigenes Baubüro eröffnete. Dadurch entstand eine Migration der Talente von West nach Ost. Die wichtigsten Ideengeber waren der holländische Architekt Mathieu Lauweriks, der das "Bauhaus-Design" massiv beeinflusste und dessen Schüler Adolf Meyer, der der langjährige Partner von Walter Gropius wurde.

Viele von ihnen kommen in der offiziellen Bauhaus-Geschichte bestenfalls als Randfiguren vor. Denn die westlichen Zentren und Netzwerke der Moderne werden mit dem Bauhaus nicht in Verbindung gebracht.

Doch dieses Netzwerk der Reformer war der Schlüssel zum Erfolg einer Design-Revolution, für die das Bauhaus bis heute weltberühmt ist: dem Bauhaus-Code.

Texte und Zeichnungen: Bernd Polster

WDR 3 Kulturfeature zum Nachhören

Das Bauhaus und seine Vordenker

WDR 3 Kulturfeature 09.03.2019 52:45 Min. Verfügbar bis 08.03.2020 WDR 3

Download