Japanische Glaskunst in Lette

Japanische Glaskunst in Lette

Exotisch, spirituell, aber auch befremdlich: Das Glasmuseum Lette taucht ein in die faszinierende Welt fernöstlicher Glaskunst und spannt den Bogen bis nach Europa.

Mare Saare, Mono no aware, 2017

Die Künstlerin Mare Saare stammt aus Estland und verbrachte ein Jahr als "Artist in Residence" in Japan. Die Geisha ist Teil einer vierteiligen Bildreihe, die auch das Motiv des Schmetterlings aufgreift. Besonders fasziniert war die Künstlerin von der Zeitlosigkeit und Ruhe in Japan. Das spiegelt auch der Titel des Bildes "Mono no aware" wider. Er steht für das Bewusstsein der Vergänglichkeit des Lebens.

Die Künstlerin Mare Saare stammt aus Estland und verbrachte ein Jahr als "Artist in Residence" in Japan. Die Geisha ist Teil einer vierteiligen Bildreihe, die auch das Motiv des Schmetterlings aufgreift. Besonders fasziniert war die Künstlerin von der Zeitlosigkeit und Ruhe in Japan. Das spiegelt auch der Titel des Bildes "Mono no aware" wider. Er steht für das Bewusstsein der Vergänglichkeit des Lebens.

Auch für den Künstler Masahiro Sasaki ist die Ruhe ein ganz wichtiger Teil seines künstlerischen Schaffens. Sasaki liebt es, mit der Form seiner Objekte zu spielen. Das geblasene Glas lässt er fließen und schafft so atemberaubende Skulpturen, die an Vasen erinnern. "Der kleine 'Tensei' bedeutet, dass sich eine bestimmte Sache in eine andere Sache ändert, die eine andere Qualität hat. Es beinhaltet die buddhistische Bedeutung Reinkarnation", so der Künstler.

Runa Kosogawa lässt Blumen sprechen. Schon in der traditionellen japanischen Kunst und Dichtung wurden sie häufig dargestellt und thematisiert. Hauchzart und zerbrechlich sind ihre gläsernen Blüten. Sie versteht Glas als etwas Vergängliches.

Mit ihren Werken zeigt Runa Kosogawa die Schönheit im Kleinen. Ihre Arbeiten werden als glühend heiße Masse im Ofen geformt. Anschließend im noch warmen Zustand gezogen und nach dem Erkalten weiterbearbeitet.

Schwerter haben ihn Japan eine lange Tradition und auch der Künstler Shunji Omura ist davon fasziniert: "Ich liebe den Prozess, das Metall auf diese Weise zu bearbeiten und bewundere seit jeher das Leben und die Arbeit von Schwertschmiede-Meistern." Mit "Blade Man" schuf er eine Serie aus Glas. Die sehr fein und dünn geschliffenen Schwerter haben aber nichts im Waffen zu tun. Vielmehr steht für Omura das Schwert als Symbol der Selbstdisziplin.

Takahito Komure ist ein Zauberer des Lichts. Seine Gläser lässt er in klaren Farben leuchten. Seine Schale trägt den Titel "Message from the passed". In der Mitte befinden sich ägyptische Hieroglyphen. Nach Angaben des Künstlers übermitteln sie die dem alten ägyptischen Götterglauben innewohnende Botschaft von der Ewigkeit.

Es ist ein faszinierendes Spiel von Glas, winzigen Luftbläschen, Hitze und Schwerkraft, was Yoshiaki Kojiro entstehen lässt. Der Künstler arbeitet mit Glasschaum und schafft so Strukturen, die er nicht beeinflussen kann. Das Weiß der Arbeiten komme durch Lichtbrechung in den Luftbläschen zustande, so der Künstler. Die Ausstellung "Japanisches Glas heute" ist ab Samstag (13.01.2018) bis zum 2. April 2018 im Glasmuseum in Lette zu sehen.

Stand: 12.01.2018, 06:00 Uhr