Ein Leben hinter Sperranlagen

Ein Leben hinter Sperranlagen

Sie leben in Blechhütten und bitterer Armut: Die Kölner Fotografin Christel Plöthner hat die Lebensumstände palästinensischer Familien entlang der Sperranlagen zu Israel porträtiert. Zu sehen sind ihre Bilder in der Kölner Horbach-Stiftung.

Palästinensische Frauen und Kinder.

Sie ist ein Bollwerk und durchschneidet über mehr als 700 Kilometer das Land. Auch durch Bethlehem, das unweit von Jerusalem liegt, zieht sich die Mauer. Die Sperranlage, die Israel vom Westjordanland trennt, ist für die meisten Bewohner unüberwindbar und greift weitreichend in Gesellschaft, Familie und persönliche Entwicklung ein.

Sie ist ein Bollwerk und durchschneidet über mehr als 700 Kilometer das Land. Auch durch Bethlehem, das unweit von Jerusalem liegt, zieht sich die Mauer. Die Sperranlage, die Israel vom Westjordanland trennt, ist für die meisten Bewohner unüberwindbar und greift weitreichend in Gesellschaft, Familie und persönliche Entwicklung ein.

Christel Plöthner ist in den vergangenen Jahren immer wieder in die Westbank gereist und hat die Lebensumstände der Menschen dort dokumentiert. "Bethlehem - Wir weigern uns Feinde zu sein" lautet der Titel der Ausstellung, die derzeit in der Kölner Horbach-Stiftung zu sehen ist.

Plöthners Schwarz-Weiß-Bilder zeigen aber nicht nur die bedrückenden Lebensumstände der Menschen, die dort unter Armut und politischer Gewalt leiden.

Sondern auch eine Milde und Menschlichkeit, die sich in Gesichtern der Familien widerspiegelt.

Neben den Porträts aus der Region Bethlehem von Christel Plöthner sind in den Räumen der Michael-Horbach-Stiftung weitere Bilder aus dem Nahen Osten zu sehen. Sie zeigen Fotos aus Palmyra - wie es einmal war.

Der Fotograf Horst Hahn reiste 1992 und 1994 nach Palmyra und verfolgte dort die Ausgrabungsarbeiten. Seine analogen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen die antike Oasenstadt vor der Zerstörung durch den Islamischen Staat.

Stand: 08.01.2018, 15:24 Uhr