"Zentrum für Politische Schönheit" errichtet Holocaust-Mahnmal

Die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" (ZPS) hat in Berlin eine Widerstandssäule zum Holocaust-Gedenken aufgestellt.

"Zentrum für Politische Schönheit" errichtet Holocaust-Mahnmal

Die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" (ZPS) hat in Berlin eine Widerstandssäule zum Holocaust-Gedenken aufgestellt.

Die Installation steht in unmittelbarer Nähe von Reichstag und Bundeskanzleramt. In der Säule befinden sich laut den Künstlern Asche und Knochenreste aus Bodenproben. Diese haben die Aktivisten an mehreren Schauplätzen von NS-Verbrechen in Deutschland, Polen und der Ukraine entnommen.

Die Aktion richtet sich laut ZPS gegen Konservative aus CDU und CSU, die eine Minderheitsregierung unter Duldung der AfD erwögen oder die Partei gar für regierungstauglich hielten.

Die Widerstandssäule löste kontroverse Reaktionen aus. Die Vorsitzende des Fördervereins "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", Lea Rosh, nannte die Aktion "großartig". Mit ihr sei eine wichtige politische Botschaft verknüpft. Am Errichtungsort der Säule sei die Macht an die Nazis übertragen worden.

Der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, übte dagegen Kritik. Das Mahnmal verletze die Empfindungen der Auschwitz-Überlebenden und die ewige Totenruhe der Ermordeten.

Stand: 02.12.2019, 14:23