Anti-Abschiebe-Industrie" ist Unwort des Jahres 2018

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Anti-Abschiebe-Industrie" ist Unwort des Jahres 2018

Der Begriff "Anti-Abschiebe-Industrie" ist das Unwort des Jahres 2018. Das hat eine Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten entschieden.

Zur Begründung heißt es, die Formulierung sei im Mai 2018 von dem CSU-Politiker Alexander Dobrindt als offensichtlicher Kampfbegriff eingeführt worden und zeige, wie sich der politische Diskurs sprachlich und in der Sache nach rechts verschoben habe. Der Ausdruck unterstelle denjenigen, die abgelehnte Asylbewerber rechtlich unterstützen, die Absicht, damit in großen Maßstab Geld verdienen zu wollen. Mit dem Unwort des Jahres will die Initiative in Darmstadt auf einen undifferenzierten oder diffamierenden öffentlichen Sprachgebrauch aufmerksam machen.

Stand: 15.01.2019, 10:21