Missbrauch bei Regensburger Domspatzen durch "abgeschottetes System"

Neue Studien: Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, nimmt an einer Pressekonferenz zur Gewalt bei den Regensburger Domspatzen teil.

Missbrauch bei Regensburger Domspatzen durch "abgeschottetes System"

Die Fälle von Missbrauch und Gewalt bei den Regensburger Domspatzen sind durch undurchsichtige Strukturen und unklare Verantwortlichkeiten begünstigt worden.

Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien, die das Bistum bei der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden in Auftrag gegeben hat. Deren Direktor Martin Rettenberger sagte, der berühmte Knabenchor und seine Schulen und Internate seien ein abgeschottetes soziales System gewesen. Der Historiker Bernhard Löffler erklärte, der Erfolg des Chores sei wichtiger gewesen als das Wohlergehen der Schüler. Untersucht wuren die Jahre 1945 bis 1995. In dieser Zeit waren bei den Regensburger Domspatzen mehr als 500 Jungen Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden.

Stand: 22.07.2019, 16:11