Ippen-Verlag stoppt Veröffentlichung von Springer-Recherche

Dirk Ippen, Zeitungsverleger, hält eine Tageszeitung in seinem Büro in seinen Händen

Ippen-Verlag stoppt Veröffentlichung von Springer-Recherche

Der Münchner Ippen-Verlag hat die geplante Veröffentlichung von eigenen Recherchen zu möglichem Machtmissbrauch beim Berliner Axel-Springer-Verlag gestoppt.

Zum Ippen-Verlag gehören unter anderen die Zeitungen "Münchner Merkur" und "Frankfurter Rundschau". In der Begründung der Verlagsleitung heißt es, man wolle den Eindruck vermeiden, einem Wettbewerber wie Springers Boulevard-Zeitung "Bild" wirtschaftlich schaden zu wollen. Eine Beeinflussung durch Springer habe es nicht gegeben. Die vier Journalisten und Journalistinnen des Recherche-Teams zeigten sich schockiert und kritisierten den Mehrheitsgesellschafter Dirk Ippen in einem Brief an die Verlagsspitze. Die Entscheidung widerspreche allen Regeln der unabhängigen Berichterstattung. Bei den Recherchen der Ippen-Redaktion geht es dem Team zufolge um Machtmissbrauch gegen Frauen und andere Missstände bei Axel Springer; vor allem durch den "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt.

Zwischenruf: Fragwürdige Unternehmenskultur

WDR 3 Resonanzen 18.10.2021 03:16 Min. Verfügbar bis 18.10.2022 WDR 3


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Stand: 18.10.2021, 17:17