Umstrittene Spottplastik in Wittenberg soll entfernt werden

Eine als "Judensau" bezeichnete mittelalterliche Schmähskulptur ist an der Außenwand der Stadtkirche Sankt Marien zu sehen

Umstrittene Spottplastik in Wittenberg soll entfernt werden

In Wittenberg soll die umstrittene Spottplastik "Judensau" von der Fassade der Stadtkirche entfernt werden.

Dafür haben sich der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Irmgard Schwaetzer, und der designierte Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, ausgesprochen. Bei einer öffentlichen Diskussion am Abend in Wittenberg schlugen sie vor, die mittelalterliche Skulptur in ein neues Denkmal vor der Kirche zur integrieren. Das Sandsteinrelief aus dem Jahr 1280 zeigt eine Sau, an deren Zitzen Menschen hängen, die Juden darstellen sollen. Das Landgericht Dessau-Roßlau hatte vergangene Woche geurteilt, die Plastik stelle keine Beleidigung dar und dürfe deswegen hängenbleiben.

Stand: 28.05.2019, 09:16