Mehr provokante Schüler-Fragen bei KZ-Besuchen

Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, spricht in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Mehr provokante Schüler-Fragen bei KZ-Besuchen

In der Gedenkstätte Bergen-Belsen stellen Schüler zunehmend provokante Fragen.

Das hat der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" gesagt. So zweifelten Schüler in dem ehemaligen Vernichtungslager zum Beispiel die Angaben zur Zahl der NS-Opfer an.

Wagner vermutet nach eigenen Worten, dass die Jugendlichen zum Beispiel von ihren Lehrern oder anderen "angespitzt" werden. Seit mehreren Jahren beobachte er, dass sich "die Grenzen des Sagbaren" nach rechts verschieben. Zwar habe es auch früher solche Provokationen gegeben, aber nicht im gleichen Ausmaß. Wagner führt das auf das Erstarken der AfD und rechtsextreme Gedanken zurück.

Stand: 03.01.2020, 16:00