Passionsspiele um zwei Jahre verschoben

Der Jesus-Darsteller Rochus Rückel hängt im Passionstheater am Kreuz. Dort fand eine sogenannte "Hängeprobe" für die Festspiele Oberammergau statt. Am 06.12.2019 findet die erste Schauspielprobe statt.

Passionsspiele um zwei Jahre verschoben

Die weltberühmten Passionsspiele von Oberammergau werden wegen der Corona-Pandemie um zwei Jahre verschoben.

Die Veranstalter teilten am Donnerstag (19.03.2020) mit, das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen habe die Passionsspiele untersagt. Die Premiere war für den 16. Mai geplant, sie werde nun am 22. Mai 2022 stattfinden. Vorgesehen waren 103 Aufführungen, die Veranstalter hatten 450.000 Besucher erwartet. Deren Gesundheit und Sicherheit gehe vor.

Eine Premiere im Herbst wolle man nicht planen, um nicht neue Infektionsketten entstehen zu lassen. Rund 2.400 Menschen aus Oberammergau wirken an der Passion mit, in den großen Volksszenen stehen bis zu 900 Darsteller gleichzeitig auf der Bühne.

Die Passionsspiel finden nur alle zehn Jahre statt. Sie waren 1633 ins Lebengerufen worden, damals fielen 80 Einwohner von Oberammergau der Pest zum Opfer. Daraufhin gelobten die Oberammergauer feierlich, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen, wenn sie von der Seuche befreit würden.

Stand: 19.03.2020, 16:22