Eine Person hält einen 10 Euro Schein und eine 2 Euro Münze in der Hand, Symbolbild Erhöhung gesetzlicher Mindestlohn

NRW will Kulturförderung ab 2023 an Mindesthonorare knüpfen

Stand: 05.10.2022, 16:46 Uhr

Das Land Nordrhein-Westfalen möchte ab nächstem Jahr nur noch Kultureinrichtungen und Ensembles fördern, die ihren Künstlerinnen und Künstlern ein Mindesthonorar zahlen.

Das kündigte NRW-Kulturministerin Ina Brandes (CDU) nach einer Konferenz der Kulturminister der Länder in Berlin an. Kritiker halten das für unrealistisch, weil eine entsprechende Förderrichtlinie des Landes derzeit noch fehlt.

Bei der Konferenz diskutierten die Ministerinnen und Minister, wie die Länder mit Hilfe einer speziellen Honorarmatrix faire Löhne für Künstlerinnen und Künstler ermitteln können.

Konkrete Zahlen wurden dabei nicht genannt. In einer Mitteilung hieß es lediglich, dass Künstlerinnen und Künstler von ihrem Einkommen ihre Lebenshaltungs- und Betriebskosten bestreiten können sollen.

Auch nicht bekannt ist, wo und ab wann die Mindesthonorare gezahlt werden sollen. Darüber entscheidet jedes Bundesland selbst. Ziel sei ein möglichst flächendeckender Einsatz in ganz Deutschland.