Museum in Oxford entfernt Schrumpfköpfe aus Ausstellung

Mitarbeiter des Pitt Rivers Museums in Oxford entfernen eine Kiste mit Schädeln aus der Ausstellung.

Museum in Oxford entfernt Schrumpfköpfe aus Ausstellung

Das britische Pitt-Rivers-Museum der Universität Oxford stellt künftig keine Schrumpfköpfe mehr aus.

Die Museumsdirektorin begründete die Entscheidung damit, dass die Objekte rassistische Denkweisen bei den Besuchern verstärkten. Viele Museumsbesucher betrachteten Schrumpfköpfe als Beleg dafür, dass andere Kulturen brutal, primitiv oder grausam seien. Schrumpfköpfe sind Trophäen von Kopfjägern. Einige indigene Völker aus Südamerika stellten sie bis ins 19. Jahrhundert aus den Köpfen getöteter Feinde her. Die Ausstellungsstücke im Pitt-Rivers-Museum sind Teile einer 130 Jahre alten Sammlung. Sie wurden zur Zeit des britischen Kolonialreichs nach Großbritannien gebracht.

Stand: 15.09.2020, 09:24