Museen und ihre koloniale Vergangenheit

Museen und ihre koloniale Vergangenheit

Was hilft Museen bei der Provenienzforschung? Geld und Personal, sagt der Museumsbund.

Die deutschen Museen fordern mehr Geld, um die koloniale Vergangenheit ihrer Sammlungsobjekte untersuchen zu können. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes, nannte die Provenienzforschung eine der Kernaufgaben der Museen. Sie müsse aber finanziell und personell gestärkt werden.

Köhne sagte, jedes Naturkundemuseum sowie die kunst- und kulturgeschichtlichen Häuser bräuchten sechs bis acht Experten, auch mit Hinblick auf eine mögliche Rückgabe der Exponate. Mit den vorhandenen Mitteln sei es nicht möglich, systematisch nach der Herkunft jedes einzelnen Ausstellungsobjektes zu forschen, sagte Köhne bei der Vorstellung eines Leitfadens um Umgang mit Sammelgut aus kolonialen Kontexten.

Bei der Präsentation der ersten Ausgabe des Leitfadens im vergangenen Jahr hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gesagt, die Provenienzforschung habe "höchste politische Priorität". Viel zu lange sei die Kolonialzeit ein blinder Fleck in der deutschen Erinnerungskultur gewesen. Köhne betonte , damit die Museen den politischen Willen umsetzen könnten, seien mehr Mittel nötig.

Koloniales Kulturgut: Raubkunst zurückgeben?

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 13.03.2019 03:57 Min. Verfügbar bis 11.03.2020 WDR 5 Von Jörg Biesler

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Stand: 01.07.2019, 16:03