Geysir in Monheim geht am Samstag in Betrieb

Nordrhein-Westfalen, Monheim: Ein Geysir des Künstlers Thomas Stricker sprudelt Wasser in die Höhe.

Geysir in Monheim geht am Samstag in Betrieb

Nach erfolgreichem Testlauf will die Stadt Monheim am Samstag den "Monheimer Geysir" in Betrieb nehmen. Die zwölf Meter hohe Wasserfontäne hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt.

Der Probelauf am Mittwoch ist geglückt: Der umstrittene Monheimer Geysir sprudelt. Die Fertigstellung des Wasserkunstwerks, das der Künstler Thomas Stricker auf einem Kreisverkehr errichtet hat, werde an diesem Samstag (03.10.2020) mit einem Fest gefeiert, teilte die Stadt Monheim mit.

Ein Ausbruch etwa alle 64 Stunden

Über die Installation war im Vorfeld wegen ihres Standorts und der Kosten von mindestens 600.000 Euro viel diskutiert worden. So kritisierte der Bund der Steuerzahler, mit dem Projekt werden "wortwörtlich Steuergeld in die Luft geblasen". Bürgermeister Daniel Zimmermann sagte, der Künstler Thomas Stricker werfe mit seinem Werk die Frage auf, für wen der öffentliche Raum eigentlich da ist.

Der Geysir soll künftig bis zu zwölf Meter hohe Fontänen spucken. Den Zeitpunkt eines Ausbruchs wird nach dem Willen des Künstlers die Natur bestimmen: Immer wenn 64 Stunden lang die Sonne geschienen hat, soll die Wassersäule hochschießen - auf der Internet-Seite der Stadt wird die Prognose für den jeweils nächsten Termin angezeigt. Während der etwa zehn bis 20 Ausbrüche pro Jahr soll eine Ampel den Verkehr für einige Minuten stoppen.

Stand: 01.10.2020, 16:53