Modell für NSU-Mahnmal vorgestellt

Repro einer Computergrafik zeigt den Entwurf für ein Denkmal für die Opfer der NSU-Anschläge in der Kölner Keupstrasse.

Modell für NSU-Mahnmal vorgestellt

Im Kölner Museum Ludwig wurde am Donnerstag (27.06.2019) ein Modell des geplanten Mahnmals für die Opfer des NSU vorgestellt.

Das Mahnmal ist eine Kombination aus einem physischen und einem virtuellen Teil. Der physische Teil ist eine Art Bodenplatte, auf die durch Augmented Reality ein virtuelles Haus projiziert wird. Auf diese Weise soll ein lebendiges Mahnmal entstehen, das durch Videos, Fotos und Texte stetig wachsen kann.

Am 9. Juni 2004 hatten Mitglieder der Neonazi-Terrorzelle NSU vor einem Friseursalon in der türkisch geprägten Keupstraße in Köln eine Nagelbombe gezündet. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. 2016 hatte sich die Stadt für das Mahnmal von Ulf Aminde entschieden.

Das Museum Ludwig zeigt das Modell einen Monat lang in seinem Foyer. Die Planungen für einen Standort in der Kölner Keupstraße laufen noch.

NSU – Die Chronologie der Morde Planet Wissen 08.12.2016 03:03 Min. Verfügbar bis 21.11.2022 ARD-alpha

Stand: 27.06.2019, 11:22