Tokarczuk spricht von "Kulturkrieg" in Polen

Olga Tokarczuk auf der Frankfurter Buchmesse 2019

Tokarczuk spricht von "Kulturkrieg" in Polen

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk ist besorgt über das kulturelle Klima in Polen.

Auf der Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse sagte sie, in Polen tobe momentan eine Art Kulturkrieg. Besonders beunruhigten sie die Versuche der nationalkonservativen Regierungspartei PiS, die Kontrolle über einige städtische Kultureinrichtungen wie Museen oder Theater zu übernehmen. Außerdem befürchtet die Schriftstellerin eine zunehmende Selbstzensur bei polnischen Autoren.

Olga Tokarczuk zählt zu den bedeutendsten europäischen Autorinnen der Gegenwart. Die Schwedische Akademie hat ihr vergangene Woche den Literaturnobelpreis für 2018 zugesprochen.

Stand: 15.10.2019, 14:35