Pianist Igor Levit spielt Klavier auf einer Bühne bei der Demonstration gegen Antisemitismus und rechten Terror nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle.

Pianist Igor Levit erhält Carl-von-Ossietzky-Preis

Stand: 18.05.2022, 17:25 Uhr

Im Lockdown gab er "Hauskonzerte", bei Twitter erhebt er seine Stimme gegen Hass und Hetze - jetzt bekommt Pianist Igor Levit den Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik.

Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass Levit sich gegen Rassismus und die Verrohung der Sprache einsetze und dabei verschiedene Generationen erreiche.

Levit wurde 1987 in der damaligen Sowjetunion als Sohn jüdischer Eltern geboren. Als Kind kam er mit seiner Familie nach Hannover, wo er seine Ausbildung am Klavier fortführte. Es folgten Studium, Stipendien, Konzerte in verschiedenen Ländern und viele Auszeichnungen.

Der Carl-von-Ossietzky-Preis wird alle zwei Jahre im norddeutschen Oldenburg vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.