Bayer hält an Verkauf von "Mars"-Statuette fest

Bayer hält an Verkauf von "Mars"-Statuette fest

Der Bayer-Konzern hält trotz einer Bitte von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) um eine Schenkung oder Dauerleihgabe am Verkauf der "Mars"-Skulptur nach Dresden fest.

"Wir haben uns mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden einvernehmlich über einen Verkauf geeinigt" und man habe deren Angebot angenommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag (12.07.2018) mit.

Man halte sich an die Vereinbarung und die getroffenen Zusagen, "die übrigens unter Mitwirkung der Ministerin entstanden sind". Grütters hatte Bayer-Chef Werner Baumann in einem persönlichen Brief gebeten, die "Mars"-Skulptur doch noch zu schenken.

Der Museumsverbund will das Werk von Renaissancebildhauer Giambologna (1529-1608) mit Hilfe mehrerer Geldgeber kaufen. Grütters hatte darauf verwiesen, dass Bayer den "Mars" einst selbst als Schenkung erhielt und dieser nun aus Steuergeldern bezahlt werden müsse. Der Konzern hatte die Bronze nach öffentlichem Protest in letzter Minute von einer Sotheby's-Auktion in London Anfang Juli zurückgezogen.

Stand: 12.07.2018, 17:57