Kulturprojekt "Kein Schlussstrich" startet bundesweit

Filmischen Dokumentation der Trauerdemonstration „Kein 10. Opfer“ 2006 in Kassel

Kulturprojekt "Kein Schlussstrich" startet bundesweit

Unter dem Motto "Kein Schlussstrich" setzen sich Theater und kulturelle Institutionen aus 15 Städten von Donnerstag an mit dem Terror des NSU auseinander. Das Projekt wird bundesweit bis zum 7. November dauern.

Dabei sollen vor allem die Perspektiven der Migranten-Communities in den Fokus gerückt werden. 21 Jahre nach dem ersten Mord, zehn Jahre nach dem Öffentlichwerden des sogenannten NSU, sind die Hintergründe der Taten nach Angaben der Veranstalter längst nicht aufgearbeitet.

In NRW waren Köln und Dortmund Tatorte der Terroristen. In Köln organisiert das Schauspiel Köln unter anderem Lesungen und Gesprächsabende zu den Bombenanschlägen des NSU. Am Donnertagabend läuft im Kulturbunker Mülheim die Doku "Der Kuaför aus der Keupstraße". In Dortmund wurde in der Nordstadt 2006 Mehmet Kubasik ermordet. Hier beteiligt sich das Kulturzentrum Dietrich-Keunig-Haus an dem bundesweiten Kulturprojekt.

Stand: 21.10.2021, 06:00