Kritik an Aussöhnungsabkommen mit Namibia

Der Historiker und  Kolonialismusforscher Jürgen Zimmerer.

Kritik an Aussöhnungsabkommen mit Namibia

Ein geplantes Abkommen zwischen Deutschland und Namibia zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit stößt auf Kritik.

In WDR3 sagte der Historiker Jürgen Zimmerer, dass die Verhandlungen seit Jahren nicht öffentlich geführt wurden und der ganze Prozess intransparent ist. Außerdem seien weder deutsche Experten noch Opfervertreter der Hereo und Nama mit eingebunden gewesen. Weiter kritisierte Zimmerer, dass die Bundesrepublik keine rechtliche Verpflichtung zur Wiedergutmachung am Völkermord der Herero und Nama vor 100 Jahren festschreiben will. Damit solle offenbar verhindert werden, dass offizielle Reperationszahlungen an Namibia geleistet werden und ein Präzedenzfall geschaffen werde.

Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen

WDR 3 Mosaik 19.05.2021 06:23 Min. Verfügbar bis 19.05.2022 WDR 3


Download

Stand: 19.05.2021, 11:39