Neue Kolonialismus-"Kontaktstelle" für Museen

Drei Raubkunst-Bronzen aus dem Land Benin in Westafrika sind im Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) in einer Vitrine ausgestellt.

Neue Kolonialismus-"Kontaktstelle" für Museen

Für Informationen zu Museumsexponaten aus ehemaligen Kolonien gibt es jetzt eine zentrale Anlaufstelle.

Laut dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Markus Hilgert, richtet sie sich vor allem an Personen und Institutionen aus den Herkunftsstaaten. Als erste Anlaufstelle soll sie den Zugang zu Informationen über Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland eröffnen. Zudem soll sie Beratung auch für Einrichtungen in Deutschland anbieten und Akteure vernetzen.

Die als Pilotprojekt bezeichnete Kontaktstelle wird mit insgesamt 1,2 Millionen Euro über drei Jahre jeweils zur Hälfte von den Ländern sowie vom Auswärtigen Amt und der Kulturstaatsministerin finanziert.

Stand: 03.08.2020, 12:06